Freitag, 6. Februar 2015

[Rezension] Der Name des Windes von Patrick Rothfuss


"Vielleicht habt ihr von mir gehört"... von Kvothe, dem für die Magie begabten Sohn fahrender Spielleute. Das Lager seiner Truppe findet er verwüstet, die Mutter und den Vater tot - "sie haben einfach die falschen Lieder gesungen". Wer aber sind diese Chandrian, die weißglänzenden, schleichenden Mörder seiner Familie? Um ihnen auf die Spur zu kommen, riskiert Kvothe alles. Er lebt als Straßenjunge in der Hafenstadt Tarbean, bis er auf das Arkanum, die Universität für hohe Magie aufgenommen wird. Vom Namenszauber, der ihn als Kind fast das Leben gekostet hätte, erhofft sich Kvothe die Macht, das Geheimnis der sagenumwobenen Dämonen aufzudecken. Im Mittelpunkt dieses Leseabenteuers steht ein großer Magier und leidenschaftlicher Wissenschaftler, ein Musiker, dessen Lieder die Sänger zum Weinen bringen ... und ein schüchterner Liebhabe


Buchformat: Gebunden / Kindle
Seitenzahl: 863
Originalsprache: englisch
Originaltitel: The Name of the Wind
Verlag: Klett-Cotta
Kosten: 24,99 € / 12,99 €

Die ersten drei Sätze:

Es war wieder Abend geworden. Das Wirtshaus zum Wegstein lag still da, und es war eine dreistimmige Stille. Die vernehmlichste der dreifachen Stille war dumpf und lastend und verdankte sich dem, was fehlte.



Kote ist Gastwirt in einem ruhigen Dorf. Als der Chronist auftaucht, stellt sich heraus, dass er Kvothe, der bekannteste Arkanist seiner Zeit ist. Der Chronist möchte Kvothes wahre Geschichte nieder schreiben. Dieses Buch erzählt die Geschichte von Kvothe und wie er zu dem geworden ist, wer er ist. Als kleiner Junge verlor er seine Eltern, kämpfte sich als Bettler durch und wurde als Jüngster in das Arkanum aufgenommen. Doch sein Leben ist nicht leicht und er muss um alles kämpfen. Trotzdem findet er Ruhm und sehr gute Freunde.

Was ein Buch. Ich habe bei dem Buch das gleiche Gefühl wie bei Herr der Ringe. Einerseits bin ich froh, dass ich erstmal durch bin, denn es ist schon ziemlich lang und ausführlich und andererseits bin ich traurig, dass es vorbei ist, denn das Buch war echt klasse. Das Buch erzählt die Geschichte von Kvothe, die er dem Chronisten erzählt. Beginnend mit seiner Kindheit bis zu seiner Zeit an der Universität, läuft die Geschichte chrnoisch ab. Ab und zu springt die Geschichte dann wieder in die Gegenwart und erzählt diese Geschichte ein wenig weiter. Man wird in eine komplett erfundene Welt entführt, die bis ins kleinste Detail ausgearbeitet ist. Man hatte das Gefühl, als würde man schon immer in dieser Welt leben.

Patrick Rothfuss hat eine sehr einzigartige Wortwahl. Er hat mit seinen Worten eine Welt erschaffen, bei der man denkt, dass es sie wirklich gibt. Seine Sprache war für mich sehr bildhaft und lebendig. Ich habe die Geschichte nicht nur gelesen, sonder miterlebt. Teilweise setzt er Details, wo man nicht gedacht hätte, das man sowas ausführlich beschreiben kann. Diese Details haben aber genau in die Geschichte gepasst und es wirkte nicht so, als wären diese unnötig. Manche Szenen sind etwas brutaler gewesen. Da wirkte der Schreibstil plötzlich ganz anders.

Von Kvothe lernt man zwei Seiten kennen. Den jungen Kvothe, den man in der Geschichte kennen lernt. Motiviert, begabt und heldenhaft. Diesen Kvothe habe ich direkt in mein Herz geschlossen und jede Seite mit ihm gelitten und auch gefeiert. Den etwas älteren Kvothe, also der Gastwirt, dagegen wirkt ganz anders als der junge Kvothe. Er wirkt melancholisch, traurig und unnahbar. Man merkt, dass er leidet und ziemlich viel erlebt hat. Deswegen habe ich etwas länger gebraucht um mich an den Gastwirt-Kvothe zu gewöhnen.
Die anderen wichtigen Characktere, also Denna, Bast und der Chronist werden viel erwähnt und gut beschrieben. Dennoch merkt man, dass sie trotz alledem eher Nebenfiguren sind, denn es ist ja die Geschichte von Kvothe.

Ich bin total begeistert von diesem Buch. Patrick Rothfuss hat eine Welt erschaffen, die in sich sehr gut abgestimmt ist und in der alles einfach passt. Dieses Buch kann ich nur empfehlen.

Deswegen gibt es:
5 von 5 Schmetterlingen

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