Donnerstag, 11. Juni 2015

Sapphique von Catherine Fisher


Finn ist aus Incarceron entkommen, doch seine Freunde Keiro und Attia sind noch immer hinter dessen Mauern gefangen. In der so genannten Freiheit ist nichts so, wie Finn es erwartet hat – und beinahe zu spät wird ihm bewusst, dass sein Leben noch immer ebenso sehr in Gefahr ist wie während seiner Haft. Keiro und Attia suchen derweil nach Sapphiques Handschuh, der die Flucht aus Incarceron ermöglichen soll. Das Gefängnis selbst hat währenddessen für sich einen Körper erschaffen. Denn auch Incarceron will in die Freiheit gelangen, genau wie einst Sapphique – der einzige Gefangene, den Incarceron je geliebt hat.



Buchformate: Gebunden / E-Book

Seitenzahl: 480

Originalsprache: Englisch

Originaltitel: Sapphique

Verlag: penhaligon

Kosten: 19,99 € /  15,99 €

Die Gasse war so eng, dass Attia sich gegen eine Mauer lehnen und einen Fuß an der gegenüberliegenden Wand abstützen konnte. Sie wartete im Dämmerlicht und lauschte; ihr Atem schlug sich auf Backsteinen nieder, auf denen er leicht glänzte. hinter einer Ecke hervor leuchtete Fackelschein und verbreitete sich in roten Wellen über die Fassade.



Finn hat es geschafft: Er ist im Ausserhalb. Doch so paradiesisch es auch wirkt, so ist es nicht. Er erfährt, dass das Leben am Hof von Intrigen beherrscht wird und es ziemlich viele gibt, die ihn lieber Tod sehen wollen. Als ein Doppelgänger auftaucht, stellt dieser das ganze Königreich auf den Kopf. Attia und Keiro sind noch immer im Gefängsnis gefangen und suchen einen Weg nach Ausserhalb. Als diese den handschuh von Sapphique bekommen, geben diese alles, um endlich einen Weg nach draussen zu finden.


Die Grundidee dieser Geschichte fand ich schon im ersten Band sehr interessant und faszinierend. Ein in sich selbst abgeschlossenes Gefängnis, das selber Gefühle hat, das aber eigentlich als Paradies und nciht als Gefängnis angesehen wurde. Die Umsetzung ist ganz gut gelungen und die Idee gut ausgearbeitet. Mir jedoch war dieses Buch etwas zu langweilig, denn es ist gefühlt immer das Gleiche passiert: durch eine Intrige geht ein Plan schief, bzw ein Hinterhalt vereitelt einen Plan. Das ganze Buch strotzt vor Intrigen und Hinterlistigkeit, dass es mir keinen Spaß gemacht hat, dieses Buch zu lesen. Das Ende war zwar spannend, aber irgndwie habe ich mir das Ende anders vorgestellt und es hat mich nicht zufrieden gemacht, ich hätte es mir spektakulärer vorgestellt.


Das Buch hat sich leicht und flüssig lesen lassen. Die Wortwahl war passend und ich konnte mir alles bildlich vorstellen. Mir hat jedoch eine winzige Kleinigkeit gefehlt, denn der gewisse Funken ist nicht übergesprungen.


Claudia fand ich etwas nervig. Sie wirkt etwas egoistisch. Sie versucht alles, damit Finn auf den Trohn kommt und sie Caspar nicht heiraten muss. Teilweise ist sie nicht ehrlich, fordert dies jedoch von den anderen. Sie wirkt etwas unschlüssig, als der Doppelgänger aufgetaucht ist und achtet nicht darauf, dass sie Finn verletzt. Trotz ihrer schlechten Eigenschaften ist sie gut durchdacht und die Autorin hat sich viele Gedanken um Claudia gemacht.
Finn ist ein sehr loyaler Mensch. Auf mich wirkt er wie eine Marionette ohne wirkliche eigene Gedanken, ausser dass er Attio und Keiro aus dem Gefängnis holen möchte. Er wirkt unbeteiligt und lebt einfach mit.
Keiro fand ich etwas nervig. Er ist arrogant und denkt er ist der Tollste und Beste. Um die Menschen um sich herum macht er sich kaum Gedanken, auch wenn das nur Schau sein soll. Das kommt aber nicht gut rüber.
Attia ist die Einzige, die mir sympathisch war. Sie war ehrlich und hat sich um alle gesorgt. Sie ist nur etwas unter gegangen.


Zusammengefasst kann ich sagen, dass dies ein Buch ist, bei dem man merkt, dass sich die Autorin Gedanken um das Buch gemacht hat und sich viel Mühe gegeben hat. Für mich war dieses Buch jedoch nichts und mir hat es nicht gefallen. Incarceron hat mir gut gefallen und vielleicht bin ich deswegen mit zu hohen Erwartungen an das Buch gegangen.

Deswegen gibt es
3 von 5 Schmetterlingen

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