Mittwoch, 29. Juli 2015

[Rezension] Das Krähenmädchen von Erik Axl Sund



Stockholm. Ein Junge wird tot in einem Park gefunden. Sein Körper zeigt Zeichen schwersten Missbrauchs. Und es bleibt nicht bei der einen Leiche ... Auf der Suche nach dem Täter bittet Kommissarin Jeanette Kihlberg die Psychologin Sofia Zetterlund um Hilfe, bei der eines der Opfer in Therapie war. Ihr Spezialgebiet sind Menschen mit multiplen Persönlichkeiten. Eine andere Patientin Sofias ist Victoria Bergman, die unter einem schweren Trauma leidet. Sofia lässt der Gedanke nicht los, bei ihr irgendetwas übersehen zu haben. Schließlich müssen sich Jeanette und Sofia fragen: Wie viel Leid kann ein Mensch verkraften, eher er selbst zum Monster wird


Buchformate: Broschiert / E-Book/ Hörbuch

Seitenzahl: 480

Originalsprache: Schwedisch

Originaltitel: Kråkflickan

Verlag: Goldmann

Kosten: 12,99 € /  9,99 € / 10,99 €


Das Hau war über hundert Jahre alt, und die massiven Steinwände waren meterdick, was bedeutete, dass sie sie wahrscheinlich gar nicht zu isolieren brauchte, aber sie wollte lieber auf Nummer sicher gehen. Links vom Wohnzimmer lagen ein kleines Eckzimmer, das sie immer als kombiniertes Arbeits- und Gästezimmer benutzt hatte, die dazugehörige Toilette sowie ein kleines Ankleidezimmer. Der Raum war absolut perfekt.



Eine Reihe von toten Jungen erschüttert Stockholm, doch es scheint kein Hinweis auf den Täter zu finden zu sein. Jeanette Kihlberg und ihr Kollege Jens Hurtig ermitteln fieberhaft, doch die Morde scheinen unauflösbar. Ein Zufall zwingt Jeanette mit Sofia Zetterlund, einer Psychologin, zusammen zu arbeiten. Auch wenn sie sich anfangs nicht leiden können, so verbindet die Beiden etwas…


Die Idee an sich ist ja nichts Neues. Eine Mordserie erschüttert die Stadt und die Ermittlerin ermittelt. Einzigartig hierbei ist, dass aus dieser Serie eine Trilogie gemacht wurde. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf den Personen und den zwischenmenschlichen Beziehungen. Ich hatte aber leider das Gefühl, dass sich das ganze sehr gezogen hat und man die ganze Zeit auf der Stelle steht. Ich war froh, dass ich dieses Buch als Hörbuch hatte, sonst hätte ich schon lange vor dem Ende aufgehört. Das Buch hatte einige Wendungen, mit denen man absolut nicht gerechnet hatte und das waren dann die Situationen, die mir an diesem Buch gefallen hat.


Der Schreibstil an sich ist okay und stolperte nicht. Dennoch fand ich das ganze sehr anstrengend zu hören und sehr langatmig. Der Sprecher des Hörbuchs hatte aber eine sehr angenehme Stimme und hat versucht, das Beste aus diesem Buch zu machen.


Jeanette wirkte auf mich nicht so selbstbewusst, wie sie immer dargestellt wird unter den Kollegen. Schließlich ist sie die einzige hochrangige Polizistin in Stockholm. Sie wird diskriminiert und nach außen gibt sie sich stark. Zu Hause ist ihr Leben genauso Mist und geht den Bach runter. Dennoch merkt man, dass sie eine Polizistin mit Herz ist. Ich fand sie halb gut durchdacht mit einigen Schwächen. Genauso die anderen Charaktere. Ausgenommen ist hierbei Sofia Zetterlund. Sie finde ich sogar richtig genial.


Alles in allem bin ich richtig enttäuscht von diesem Buch. Vom Inhalt her verspricht es so viel und doch hatte ich das Gefühl, dass ich meistens auf der Stelle laufe. Das finde ich sehr schade, denn Idee dieses Buches hat sehr viel Potenzial. Ich kann dieses Buch nicht weiter empfehlen.

Deswegen gibt es:
2 von 5 Schmetterlingen

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