Mittwoch, 22. Juli 2015

[Rezension] Die Mechanik des Herzens von Mathias Malzieu

 


Am 16. April 1874 hat eine unnatürliche Kälte Edinburgh fest im Griff. Es ist der Tag, an dem ich auf die Welt komme. Das Erste, was ich sehe, ist Doktor Madeleine – eine Hebamme mit einer besonderen Leidenschaft: Sie repariert Leute. Sie tastet meine winzige Brust ab und wirkt beunruhigt: »Sein Herz ist hart, ich fürchte, es ist gefroren.« Sie stöbert auf einem Regal herum und nimmt verschiedene Uhren zur Hand. Mit einem Ohr lauscht sie meinem defekten Herzen, mit dem anderen dem Ticken der Uhren. »Diese hier!«, ruft sie plötzlich freudig und streicht zärtlich über eine alte Kuckucksuhr. Madeleine setzt mir die Uhr vorsichtig ein und zieht sie auf. »Tick, tack«, macht die Uhr. »Bubumm«, antwortet mein Herz. Ticktack. Bubumm. Ticktack. Bubumm. Jeden Morgen muss jetzt meine Uhr aufgezogen werden, sonst hat endgültig mein letztes Stündlein geschlagen. Und noch etwas muss ich bedenken: ich darf mich niemals verlieben, sonst könnte mein Uhrwerk verrückt spielen.

Buchformate: Taschenbuch / E-Book / Hörbuch
Seitenzahl: 180 Seiten

Verlag: btb Verlag 
Originalsprache: französisch
Originaltitel: La Mecanique Du Coeur 
Kosten:  8,99 € / 7,99 € / 16,95 €
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Als Jack geboren wurde, war der kälteste Tag des Jahres. Deswegen war sein Herz eingefroren und Dr. Madleine musste ihm eine Kuckkucksuhr einsetzen. Durch dieses Makel wollte ihn keiner adoptieren und so wuchs er bei Madleine auf. Bis er zehn wurde, hat sie ihn isoliert gehalten. An seinem zehnten Geburtstag nimmt sie ihn mit in die Stadt und er lernt Miss Acacia und verliebt sich auf anhieb in sie. Doch es dauert drei Jahre um sie wieder zu finden und selbst dann ist ihm sein Glück nicht gegönnt.


Eine etwas eigenartige Idee, aber die Umsetzen fand ich gelungen. Es sind zwar nur 180 Seiten, aber in diesen Seiten ist einiges passiert. die Handlung ist gut durchdacht und baut sich nach und nach immer weiter auf, bis es kurz vorm Ende eskaliert. Das Ende hat mir nicht gefallen, aber das liegt eher daran, dass ich es nicht mag, wenn Bücher nicht glücklich ausgehen. 


Dieses Buch liess sich super leicht und flüssig lesen. Ich war gespannt, wie es weiter geht und wie es ausgehen wird. Ich hatte nie das Gefühl, dass man auf der Stelle stehen blieb. Die Wortwahl fand ich gut gelungen und die Beschreibungen fand ich sehr detailliert. Ich konnte richtig mit Jack mitfühlen und habe mit ihm gelitten. Bei der Sprache sind Emotionen mit rübergekommen.


Die Geschichte wird von Jack erzählt und man konnte sich sehr schnell ein Bild von ihm machen. Ein Junge, der die Welt entdecken möchte, aber alles für seine große Liebe tun würde. Er ist gut strukturiert und durchdacht. Es entstehen keine ungereimtheiten.
Dr Madleine und Melies sind seine Wegbegleiter und sehr unterschiedlich. Sie möchte ihn klein halten um ihn zu schützen und bei sich zu behalten, Er möchte ihm helfen und rät ihm dazu weiter zu gehen und sich nicht einschränken zu lassen. Auch diese Beiden sind sehr gut durchdacht und charakterisiert.
Miss Acacia fand ich nicht so sympathisch. Ich fand sie irgendwie eingebildet und undankbar. Aber auch sie war gut durchdacht.
Jo ist der Böse und ich hasste ihn vom ersten Augenblick an und auche r ist gut durchdacht.


Zusammengefasst kann ich sagen, dass dieses Buch super gelungen ist. Es ist rührend un dtraurig, aber auch lustig. Ich hatte sehr viel Spaß beim lesen und kann dieses Buch nur empfehlen. Wer nicht auf traurige Enden steht, sollte aber die Finger von diesem Buch lassen.

Deswegen gibt es:
4 von 5 Schmetterlingen

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