Donnerstag, 20. August 2015

[Rezension] Der Totenzeichner von Veit Etzold


Ein Leichenfund gibt der Berliner Polizei Rätsel auf. Dem Mordopfer wurden mysteriöse Zeichen in die Haut geritzt, die Clara Vidalis bekannt vorkommen. Handelt es sich um kultische Symbole? Als die Obduktion der Leiche weitere grausame Details ans Licht bringt, wird klar, dass es einen ähnlichen Modus Operandi schon einmal gab: Vor zehn Jahren versetzte ein Serienkiller den Westen der USA in Angst und Schrecken. Einen Sommer lang trieb er dort sein Unwesen, bevor er sich mit der blutigen Botschaft verabschiedete: »It’s not over, ’til it’s over«. Ist der Totenzeichner zurückgekehrt?

Buchformate: Taschenbuch / E-Book / Hörbuch
Seitenzahl: 560
Originalsprache: Deutsch
Verlag: Bastei Lübbe
Kosten: 9,99 € / 8,49 € / 10,99



Es war Sommer in der Stadt der Engel. Die Männer vom Los Angeles Police Department, kurz LAPD, nannten diesen Sommer des Jahres 2004 den "Blutsommer". Die Presse war als Erste auf diesen Namen gekommen und die Einsatzkräfte hatten ihn weiter verwendet, denn er passte sehr gut.



Als ein Mafiaboss tot aufgefunden wird, ermittelt Clara Vidalis mit ihrem Team. Der Mörder hinterlässt massenweise DNA und doch scheint er unauffindbar. Erst als der Zusammenhang zu Morden vor 10 Jahren hergestellt wird und das FBI dazu kommt, erkennt Clara, dass da die Machenschaften der amerikanischen Regierung versucht einiges zu vertuschen...


Erst relativ spät habe ich gemerkt, dass dieser Band der vierte einer Reihe war. Trotzdem habe ich mich sehr gut in die Geschichte einfinden können. Die Handlung an sich ist sehr klassisch: Ein Mord geschieht, es wird ermittelt, der Täter gefunden. Das Ende jedoch ist gar nicht wie erwartet und hat mich ein wenig unzufrieden zurück gelassen. Die Idee hinter dem ganzen ist trotzdem gut durchdacht und auch sehr gut umgesetzt. Auch das Ende passt sehr gut zur Idee und Umsetzung, es gefällt mir nur nicht so.

Die Sprache hat mir sehr gut gefallen. Ich war direkt in der Geschichte drin und bin durch die Geschichte geflogen. Ich habe kaum gemerkt, wie die Seiten verflogen sind. Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen. Die Beschreibungen waren an den richtigen Stellen ausgearbeitet. Besonders hat mir gefallen, dass teilweise auf die Sicht des Mörders gewechselt wurde und diese Szenen haben mich besonders gepackt.

Mit den Personen hatte ich so meine Schwierigkeiten. Sie sind gut durchdacht und strukturiert, aber für mich war alles erstmal verwirrend und ich brauchte, bis ich die einzelnen Personen zuordnen konnte. Das liegt jedoch daran, dass ich die ersten Bände nicht kannte und somit bereits vorhandene Charaktere erstmal kennen lernen musste. Trotz der anfänglichen Schwierigkeiten habe ich mich mit den Personen arrangieren können und fand sie sogar sehr sympathisch.


Zusammengefasst kann ich dieses Buch nur empfehlen. Es ist ein Lesevergnügen mit einigen unerwarteten Momenten. Die Charaktere sind sympathisch und authentisch. Ich war vom ersten Moment an von der Geschichte gebannt und habe kaum gemerkt, wie die Seiten verflogen.


Ich danke Blogg dein Buch und dem Bastei Lübbe Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

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