Mittwoch, 26. August 2015

[Rezension] Die sieben Schwestern von Lucinda Riley


Maia ist die älteste von sechs Schwestern, die alle von ihrem Vater adoptiert wurden, als sie sehr klein waren. Sie lebt als Einzige noch auf dem herrschaftlichen Anwesen ihres Vaters am Genfer See, denn anders als ihre Schwestern, die es drängte, draußen in der Welt ein ganz neues Leben als Erwachsene zu beginnen, fand die eher schüchterne Maia nicht den Mut, ihre vertraute Umgebung zu verlassen. Doch das ändert sich, als ihr Vater überraschend stirbt und ihr einen Umschlag hinterlässt und sie plötzlich den Schlüssel zu ihrer bisher unbekannten Vorgeschichte in Händen hält: Sie wurde in Rio de Janeiro in einer alten Villa geboren, deren Adresse noch heute existiert. Maia fasst den Entschluss, nach Rio zu fliegen, und an der Seite von Floriano Quintelas, eines befreundeten Schriftstellers, beginnt sie, das Rätsel ihrer Herkunft zu ergründen. Dabei stößt sie auf eine tragische Liebesgeschichte in der Vergangenheit ihrer Familie, und sie taucht ein in das mondäne Paris der Jahrhundertwende, wo einst eine schöne junge Frau aus Rio einem französischen Bildhauer begegnete. Und erst jetzt fängt Maia an zu begreifen, wer sie wirklich ist und was dies für ihr weiteres Leben bedeutet ...

Buchformate: Gebunden / E-Book / Hörbuch
Seitenzahl: 544
Originalsprache: Englisch
Originaltitel: The Seven Sisters 1 - Maia
Verlag: Goldmann Verlag
Kosten: 19,99 € / 15,99 € / 15,99



Maia lebt sehr zurückgezogen und einsam. Als Einzige ihrer Schwestern lebt sie noch auf Atlantis und fühlt sich sehr wohl dort. Sie weiss, dass sie adoptiert wurde, doch ihre Herkunft hat sie bis jetzt nie interessiert. Als ihr Vater stirbt und sich auch noch ihr Ex-Freund als Besucher ankündigt, flieht sie von zu Hause. Sie macht sich auf den Weg nach Rio, denn dort scheint sie geboren zu sein. Dort stößt sie auf ein Geheimnis, von dem selbst ihre Großmutter nichts weiss.


Was für eine Geschichte. Anfangs war ich etwa skeptisch. Maia war mir zu zurückhaltend und ängstlich. Ihr Verhalten ergab für mich keinen Sinn. Sobald die Geschichte in Rio los ging, war ich Feuer und Flamme für die Geschichte. Hier wurde eine einfache Handlung mit einer komplexen Idee zusammengepackt und dies ist auch sehr gut gelungen. Wieder einmal hat Lucinda Riley es geschafft, mich zu Tränen zu rühren. Das Ende fand ich richtig fies, denn es ist ein richtiger Cliff-Hanger und ich habe mich richtig geärgert, dass das Buch schon vorbei war. November ist zum Glück nicht allzu lange.

In diesem Roman ist die Stimmung von Rio sehr gut rüber gekommen. Die Beschreibungen waren sehr bildlich und habe mir sehr gefallen. Das Ganze ließ sich sehr gut lesen und hat mich gepackt, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Es wurde einem immer ein kleiner Happen vorgeworfen und man hatte einfach keine Lust aufzuhören.
Da ich sehr von diesem Buch gefesselt war, bin ich ab und an auch ins Hörbuch gesprungen, damit ich meine Neugierde stillen konnte. Die Sprecher des Hörbuches haben mir sehr gefallen. Ich fand ihre Stimmen sehr angenehm und konnte den Sprechern gut folgen. Man konnte hören, dass sich die Sprecher Mühe gegeben habe und das hat mir sehr gut gefallen.

Mit Maia hatte ich anfangs etwas Schwierigkeiten. Sie wirkte zwar sehr strukturiert, aber eher etwas undurchsichtig. Diese zurückhaltende Art von ihr hat mir erst nicht wirklich gefallen. Mit der Zeit hat sie sich jedoch entwickelt und ich habe mich an sie gewöhnt und bin auch mit ihr warm geworden.
Fabiano fand ich von Anfang an sehr sympathisch. Mit seiner offenen und ehrlicher Art hat er mich sofort gepackt.
Die Charakter sind grundsätzlich sehr strukturiert und gut durchdacht. Einige fand ich sehr sympathisch, andere etwas weniger. Jede hatte seine Eigenarten und waren sehr individuell. Alle wirkten sehr echt und das hat mich wirklich fasziniert,


Zusammengefasst kann ich dieses Buch nur empfehlen. Nach meiner anfänglichen Skepsis konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Dieser Roman ist packend und berührend. Die Beschreibungen sind bildlich und die Charaktere sehr authentisch. Ich bin schon auf Band zwei gespannt.

Deswegen gibt es:
4 von 5 Schmetterlingen

Ich danke dem Goldmann Verlag sehr für dieses Rezensionsexemplar.

1 Kommentar:

  1. Ach Lucinda Rileys Bücher sind einfach immer ein ganz besonderes Erlebnis. Ich bin wirklich ein großer Fan von ihr. "Die sieben Schwestern" habe ich aber leider noch nicht gelesen, was ich aber unbedingt ändern muss!
    Liebe Grüße, Sophie

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