Freitag, 18. September 2015

[Rezension] Der Federmann von Max Bentow


Als der Berliner Kommissar Nils Trojan an den Schauplatz eines Mordes gerufen wird, erwartet ihn eine grausame Inszenierung: Der jungen Frau wurden die Haare abgeschnitten, ein zerfetzter Vogel ist auf ihrem Körper platziert. Trojan und sein Team sind entsetzt, doch noch während sie die ersten Ermittlungen einleiten, ereignet sich ein zweiter Mord: Wieder hatte das Opfer lange blonde Haare, und wieder hinterlässt der Federmann einen makabren Gruß in Gestalt eines toten Vogels. Unterstützt von der Psychologin Jana Michels macht sich Trojan an die Lösung des Falls – und befindet sich unvermittelt auf einer Reise in die tiefsten Abgründe einer kranken Seele. 

Buchformate: E-Book/ Taschenbuch / Hörbuch
Seitenzahl: 416
Originalsprache: Deutsch
Verlag: Goldmann
Kosten: 7,99 € / 8,99 € / 14,99 €


Nils Trojan leidet unter Panikattacken und ist deswegen bei Jana Michels in Behandlung. Gleichzeitig werden Leichen von Frauen gefunden, die brutal getötet wurde: die Haare abgeschnitte, der Körper mit Striemen übersäht und die Augen ausgestochen. Der Mörder scheint unauffindbar und Nils Trojan läuft die Zeit davon, denn plötzlich wird Jana Michels entführt...


Was ein spannender Thriller, der mich kaum losgelassen hat. Die Idee hinter diesem Thriller finde ich sehr interessant. Auch die Umsetzung finde ich sehr gelungen, auch wenn ich das Ende nicht ganz befriedigend finde. Die Gründe, warum der Mörder so handelt, finde ich auch gut und plausiebel rüber gebracht.

Ich fand den Federmann sehr spannend. Leider konnte ich nur während der Autofahrt zur Arbeit und zurück hören und konnte es oft kaum erwarten, dass ich wieder Auto fahren kann. Die Ermittlungen kamen mir nicht schleppend vor und es ging immer am entscheidenden Punkt weiter voran. Man hatte nicht das Gefühl, dass man sich im Kreis dreht. Dazu kommen noch sehr bildliche Beschreibungen - teilweise zu bildlich. Die Wortwahl fand ich hier sehr gelungen und passend.

Da ich dieses Buch als Hörbuch hatte, kann ich zu flüssigen lesen nicht viel sagen. Der Leser hat das Buch flüssig vorgelesen und ich konnte ihm sehr gut folgen. Er hat sich sehr bemüht, seine Stimme den Situationen anzupassen und das ist ihm gut gelungen. Er konnte mich auf jeden Fall fesseln und es hat Spaß gemacht, ihm zuzuhören.

Nils Trojan fand ich sehr sympathisch. Er hat Stärken und Schwächen und ist kein Übermensch. Trotzdem ist er gut durchdacht und gut charakterisiert. Auch seine Teamkollegen bei der KriPo sind gut durchdacht. Das Team an sich funktioniert gut zusammen und jeder hat seine Aufgaben. Leider wirkte es manchmal, als würde Nils Trojan sehr viel alleine agieren und das fand ich schade, denn in Thrillern mag ich es sehr, wenn ein Team gut und zusammen funktioniert und ermittelt.


Alles in allem finde ich das Buch sehr gelungen. Es war spannend und fesselnd und die Ermittlungsarbeiten sind immer im richtigen Punkt vorwärts gekommen, sodass es nicht langweilig wurde. Schade fand ich nur, dass das Team ein wenig untergegangen ist und Nils die Geschichte sehr für sich eingenommen hat.

Deswegen gibt es:
4 von 5 Schmetterlingen

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