Dienstag, 3. November 2015

[Rezension] Der Engelsbaum von Lucinda Riley


Dreißig Jahre sind vergangen, seit Greta Marchmont das Herrenhaus verließ, in dem sie einst eine Heimat gefunden hatte. Nun kehrt sie zurück nach Marchmont Hall in den verschneiten Bergen von Wales – doch sie hat keinerlei Erinnerung an ihre Vergangenheit, denn seit einem tragischen Unfall leidet sie an Amnesie. Bei einem Spaziergang durch die winterliche Landschaft macht sie aber eine verstörende Entdeckung: Sie stößt auf ein Grab im Wald, und die verwitterte Inschrift auf dem Kreuz verrät ihr, dass hier ein kleiner Junge begraben ist – ihr eigener Sohn! Greta ist zutiefst erschüttert und beginnt sich auf die Suche zu machen nach der Frau, die sie einmal war. Dabei kommt jedoch eine Wahrheit ans Licht, die so schockierend ist, dass Greta den größten Mut ihres Lebens braucht, um ihr ins Gesicht zu blicken ... 

Buchformate: E-Book/ Taschenbuch / Hörbuch
Seitenzahl: 640
Originalsprache: Englisch
Originaltitel: Not Quite an Angel
Verlag: Goldmann
Kosten: 8,99 € / 9,99 € / 10,99 €

Greta Marchmont hat nach einem schrecklichen Unfall ihr Gedächtnis verloren. Nun sind 30 Jahre vergangen und ihre Erinnerungen noch immer nicht zurückgekehrt. Sie lebt sehr einsam, doch David hat sie überredet, Weihnachten mit der Familie zu verbringen. Dafür kehrt sie nach Marchmont zurück. Als sie auf einen Grabstein trifft, kehren die Erinnerungen zurück und enthüllen ein Familiengeheimnis, das besser hätte verborgen bleiben sollen.

 

Dieser Roman von Lucinda Riley ist mal was ganz anderes und das fand ich sehr erfrischend. Im Mittelpunkt stehen Greta und ihre Geschichte. Die Idee hinter dem Gedächtnisverlustes und die Enthüllung der Familiengeschichte waren gut umgesetzt. Es erstaunt mich immer wieder aufs Neue, wie geschickt Riley sowas umsetzt. Die Handlung ist bis aufs Kleinste durchdacht und es ist genau durchdacht, wann was erzählt wird. Was ich bei diesem Roman jedoch etwas schade fand, war, dass die jetzige Zeit ein wenig vernachlässigt wurde. Die Geschichte hat fast nur in der Vergangenheit gespielt.

Schreibstilmäßig war das Buch einfach super. Es ließ sich leicht und flüssig lesen. Ich war von Anfang bis Ende von diesem Buch gebannt und die Autorin hat es wieder einmal geschafft, mich zu packen. Das Ganze ist liebevoll und mit einem Auge für Details ausgearbeitet.

Die Greta in der Vergangenheit fand ich erst super sympathisch und nett. Als jedoch die Karriere von Cheska startete, hat sich verändert und war plötzlich nur noch auf die Karriere ihrer Tochter fixiert und hat ihr keine Kindheit gegönnt. Das hat für mich nicht zu dem Bild gepasst, das ich vorher von Greta hatte. Das kam für mich auch ein wenig unwirklich rüber.


David war von Anfang an ein sehr treuer und loyaler Mensch. Er kümmert sich aufopferungsvoll um seine Familie und setzt sein eigenes Wohl in den Hintergrund. Für mich mein Lieblingscharakter in dem Buch.


Die anderen Charaktere hatten alle ihre Stärken und Schwächen und das macht sie menschlich. Mir haben diese sehr gut gefallen.

 

Alles in allem ein gelungener Roman. Von Schreibstil her ein typischer Riley, von der Geschichte her mal etwas Neues und somit sehr erfrischend. Bis auf eine sind alle Charaktere sehr authentisch. Nur zu empfehlen. 

Deswegen gibt es:

4 von 5 Schmetterlingen

Kommentare:

  1. Huhu!

    Da sieht man mal wieder, wie unterschiedlich ein Buch auf zwei Leser wirken kann! Ich fand das Buch jetzt nicht schlecht, aber so richtig begeistert hat es mich nicht. Ich glaube, mein Problem war hauptsächlich, dass ich keinen Draht zu Greta und Cesca fand.

    LG,
    Mikka

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    1. Hallo mikka,

      das beste Buch von Riley war es nicht, aber ich fand es trotzdem sehr gut gelungen ;) es war mal etwas anderes als sonst un das hat mir gefallen ;)

      Liebe Grüße,
      Yunika

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