Montag, 18. Januar 2016

[Rezension] Der Lavendelgarten von Lucinda Riley

Ein Herrenhaus in der Provence, eine adelige Familie und eine schicksalhafte Liebe in dunklen Zeiten. Jahrelang hat Emilie de la Martinières darum gekämpft, sich eine Existenz jenseits ihrer aristokratischen Herkunft aufzubauen. Doch als ihre glamouröse, unnahbare Mutter Valérie stirbt, lastet das Erbe der Familie allein auf Emilies Schultern. Sie kehrt zurück an den Ort ihrer Kindheit, ein herrschaftliches Château in der Provence. Der Zufall spielt ihr eine Gedichtsammlung in die Hände, verfasst von ihrer Tante Sophia, deren Leben von einem düsteren Geheimnis umschattet war – einer tragischen Liebesgeschichte, die das Schicksal der de la Martinières für immer bestimmen sollte. Doch schließlich erkennt Emilie, dass es noch nicht zu spät ist, die Tür zu einer anderen Zukunft aufzustoßen …

Buchformate: E-Book / Taschenbuch / Hörbuch
Seitenzahl: 512
Originalsprache: Englisch
Orginaltitel: The Light behind the Window
Verlag: Goldmann
Kosten: 8,99 € / 9,99 € / 7,99 €
Lucinda Riley hat es wieder einmal geschafft mich voll und ganz zu überzeugen und zu berühren. Auch wenn „Das Mädchen auf den Klippen“ bis jetzt mein Lieblingsbuch von Riley bleibt, so kommt dieses bisher am nächsten dran.

Vom Aufbau her ist dieser Roman ein klassischer Riley. Die Handlung baut sich langsam auf und man wird behutsam in die Geschichte reingeführt. Dazu hat man dann noch den Teil in der Vergangenheit, der einen mitreißt und begeistert. Die Handlung ist so gut durchdacht, dass genau dosiert ist, wann man was erfährt, sodass es bis zum Schluss spannend bleibt.

Von Anfang an wirft Riley immer Geheinisse auf, sodass man anfängt zu grübeln und zu raten, was wohl passiert ist. Sie gibt so viele Informationen, dass man eine Idee hat, aber doch so wenig, dass man genug Freiheit hat, seine eigenen Gedanken zu machen, sodass man immer mit Überraschungen rechnet.

Den Erzählstil von Lucinda Riley finde ich jedes Mal aufs Neue faszinierend. Sie schafft es immer wieder mich zu packen und mitzureißen, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Die Sprache ist sehr detailreich und bildlich, sodass man sich alles sehr gut vorstellen kann.

Die Charaktere fand ich sehr gut durchdacht und charakterisiert. Mit Emilie bin ich sofort warm geworden und fand sie auf Anhieb einfach sympathisch. Sie hat ihre eigene Art und Ecken und Kanten. Ein paar Mal handelt sie etwas unlogisch, aber es störte nicht in der Handlung. Bei Sebastian ahnte man sofort, dass etwas nicht stimmte und hier behielt man auch Recht. Bei Alex hatte man erst ein böses Bild, aber auch ihn fand ich sehr sympathisch. Es ist jedes Mal interessant, wie klar die Charaktere beschrieben sind, sodass man diese sehr schnell und gut einschätzen kann.

Alles in allem bin ich total verzaubert von diesem Buch. Es hat alles, was ein gutes Buch braucht: tolle, gut strukturierte und vielschichtige Charaktere, eine gute Handlung und einen klasse Schreibstil.

Deswegen gibt es:
5 von 5 Schmetterlingen

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