Sonntag, 10. Januar 2016

[Rezension] Golem und Dschinn von Helene Wecker



Chava ist ein Golem, zum Leben erweckt von einem skrupellosen Rabbi. Sie kann die Wünsche und Sehnsüchte der Menschen um sich herum spüren. Als ihr Meister stirbt, muss sie sich allein in New York zurechtfinden. Ahmad ist ein Dschinn, der eingeschlossen in einer Kupferflasche auf Umwegen nach Manhattan gelangt. Seine Neugier und seine Leidenschaft sind ihm schon einmal zum Verhängnis geworden. In der Welt der Menschen suchen sie nach Liebe und Freundschaft und müssen sich gegen einen übermächtigen Feind zur Wehr setzen.

Buchformate: E-Book / Taschenbuch / Gebunden
Seitenzahl: 736
Originalsprache: Englisch
Orginaltitel: The Golem and the Jinni
Verlag: Blanvalet
Kosten: 19,99 € / 9,99 € / 24,99 €



Bei diesem Buch fällt es mir schwer, die richtigen Worte zu finden. Denn einerseits war das Buch zwar ganz nett, aber nach 300 Seiten habe ich mit diesem Buch aufgehört. Wer begeistert Märchen ließt, für den ist das Buch das richtige.

Die Handlung an sich schien gut durchdacht, doch diese hat sich viel zu langsam aufgebaut. Man wartet und wartet, dass der Golem und der Dschinn sich endlich treffen, da der KT ja auch von der Liebe zwischen den Beiden spricht. Doch selbst bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich aufgehört hatte, haben sich die Beiden noch nicht getroffen. Stattdessen hat man alle möglichen Nebenereignisse erzählt bekommen, die gar nichts zur Sache tun und das Buch nur unnötig in die Länge zieht.

Der Schreibstil erinnert mich ein wenig an Märchen. Einerseits sachlich, andererseits aber auch sehr bildlich und liebevoll. Das Buch ließ sich leicht und flüssig ohne stocken lesen. Die Autorin wusste genau, wann sie was beschreiben muss und wann eine Beschreibung zu viel war. Trotzdem war alles etwas sachlich und hat mich nicht wirklich gepackt.

Mit den Charakteren konnte ich absolut keine Bindung aufbauen. Dies lag aber vor allem daran, dass die Autorin den Charakteren zwar Name gegeben hat, diese jedoch nie benutzt, sondern immer nur schreibt: Der Golem oder der Dschinn. Da frae ich mich wirklich, wofür die Autorin Namen vergibt. Die Charaktere sind selbst nach fast 300 Seiten fremd und das hat mir absolut nicht gefallen. Auch wurden viel zu viele Charaktere eingeführt, die alle irgendwie eine Geschichte habe, aber doch war alles etwas sehr oberflächlich.


Dieses Buch konnte mich absolut nicht überzeugen. Die Sprache war zu sachlich und konnte mich nicht packen. Zu den Charakteren konnte ich keine Bindung aufbauen und sind mir die ganze Zeit über fremd geblieben. Für mich war dieses Buch absolut nichts.

Deswegen gibt es:
1 von 5 Schmetterlingen

Ich danke dem Bloggerportal und dem Blanvalet Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

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