Montag, 7. März 2016

[Rezension] Das Seehaus von Kate Morton







Eine Mittsommernacht am See, die noch jahrzehntelang ihre Schatten wirft Cornwall 1933: Die sechzehnjährige Alice Edevane fiebert dem Höhepunkt des Jahres entgegen, dem prachtvollen Mittsommernachtsfest auf dem herrschaftlichen Landgut ihrer Familie. Noch ahnt niemand, dass sich in dieser Nacht etwas Schreckliches ereignen wird. Ein Unglück, das so groß ist, dass die Familie das Anwesen für immer verlässt. Siebzig Jahre später stößt Sadie auf das verfallene Haus an einem See. Sie geht den Spuren des Jungen nach, der in jener Nacht verschwunden sein soll. Die Suche nach Antworten führt Sadie tief in die Vergangenheit der Familie Edevane, zu einer verbotenen Liebe und tiefer Schuld


Seitenzahl: 608
Originalsprache: Englisch
Originaltitel: The Lake House
Verlag: Diana
hier kaufen





Von der Autorin ist dieses mein zweites Buch. Die verlorenen Spuren konnten mich nicht zu 100 Prozent überzeugen, aber das Seehaus konnte mich total überzeugen und begeistern. Jetzt bin ich froh, dass ich der Autorin noch eine Chance gegeben habe.

In diesem Buch hat die Autorin es meisterhaft beherrscht, den Leser komplett zu verwirren, Das meine ich jetzt nicht negativ, denn gerade das hat das Buch für mich ausgemacht. Dass man richtig miträtseln konnte, was passiert ist und es so viele verschiedene Möglichkeiten gab und je mehr aufgedeckt wurde, umso öfter hat man seine eigenen Theorien verworfen. Der Abschluss der Geschichte war rund, denn alle Lücken wurden geschlossen.
Die Geschichte war sehr gut aufgebaut. Es wirkte auf mich nicht, als wäre etwas dem Zufall überlassen worden. Man wurde sehr gut durch die Geschichte durchgeführt. Anfangs fand ich es etwas verwirrend, da die Vergangenheit nicht chronologisch abläuft, sondern immer zu bestimmten Passagen im Text abgestimmt war.

Vom Schriftstil her ist die Autorin sehr einzigartig. Sie hat einen sehr ausschweifenden Textstil, der sehr detailreich ist. Manchmal hat man das Gefühl, dass sie sich in ihren eigenen Gedanken verläuft und immer weiter abschweift und doch gehört alles dazu. Sowas muss man mögen, sonst ist das Buch nichts für einen. Durch ihren sehr detailreichen Schreibstil konnte ich mir alles sehr gut vorstellen und dies auch sehr bildlich. Gleichzeitig hatte die Geschichte einen Sog auf mich und hat mich regelrecht abtauchen lassen. Jedes Mal, wenn ich das Buch auf Seite gelegt hatte, hatte ich das Gefühl aus einer anderen Welt wieder aufzuwachen.  So ein Gefühl habe ich noch nie gehabt.

Die Charaktere der Geschichte fand ich sehr gelungen. Sie waren sehr klar strukturiert und haben sich an ihre Charakterzüge gehalten. Obwohl sehr viele Charaktere in der Geschichte vorkamen, war diese Geschichte nicht überladen. Diese ganzen Personen waren sehr vielschichtig und tiefgehend und genau das habe ich bewundert. Alle hatten ihre Ecken und Kanten, Stärken und Schwächen. Das hat die Charaktere realistisch und sympathisch gemacht. So konnte ich mir sehr gut vorstellen,  dass es diese Menschen wirklich gegeben hat.


Alles in allem bin ich total begeistert von diesem Buch. So eine Euphorie habe ich schon sehr lange nicht mehr nach einem buch erlebt und kann dieses Buch nur empfehlen. Es hat alles, was ein gutes Buch braucht. Eine super Handlung, die einen zum Denken anregt. Ein spannendes Thema und vielschichtige und tiefe Charaktere.

Deswegen gibt es:

5 von 5 Schmetterlingen 

Ich danke dem Diana Verlag für die Bereitstellung eines Lesexemplars.

1 Kommentar:

  1. Huhu Yunika!
    Eine schöne Rezension, die richtig Lust auf die Geschichte macht. Freue mich grad, dass ich das Buch schon hier habe!
    Liebe Grüße, Petra von Papier und Tintenwelten

    AntwortenLöschen