Montag, 21. März 2016

[Rezension] Helenas Geheimnis von Lucinda Riley




 Wieviel Wahrheit kann die Liebe ertragen, ohne zu zerbrechen? Viele Jahre sind vergangen, seit Helena Beaumont als junge Frau einen wunderbaren Sommer auf Zypern verbracht und dort ihre erste große Liebe erlebt hat. Nun kehrt sie zum ersten Mal zurück in das schöne alte Haus, um dort mit ihrer Familie die Ferien zu verbringen. Unbeschwerte Tage sollen es werden, verträumte Stunden am Meer und lange Nächte auf der Terrasse, doch schon bei ihrer Ankunft empfindet Helena ein vages Unbehagen. Sie allein weiß, dass die Idylle bedroht ist – denn es gibt Ereignisse in ihrer Vergangenheit, die sie ihrem Mann und ihren Kindern stets eisern verschwiegen hat. Wie lange aber kann sie die Fassade der glücklichen Familie noch aufrechterhalten? Als sie dann plötzlich ihrer Jugendliebe Alexis gegenübersteht, ahnt sie, dass diese Begegnung erst der Anfang einer Verkettung von Ereignissen ist, die ihrer aller Leben auf eine harte Bewährungsprobe stellt.

Seitenzahl: 608
Originalsprache: Englisch
Originaltitel: Helena's Secret
Verlag: Goldmann
 

Als ich das Buch entdeckt hatte, war ich einerseits verwundert, da ich nicht damit gerechnet hatte, das Lucinda Riley noch ein Buch neben der Sieben Schwestern Reihe schreibt. Andererseits habe ich mich sehr darüber gefreut, dass ein neuer Riley erscheint.

Dieser Riley ist ein ganz anderer Riley, als man ihn  gewöhnt ist. Der Prolog startet im Jahr 2016 und dieser wirft natürlich Fragen auf. Die Geschichte selbst spielt im Jahr 2006. Erwartet hatte ich, dass man hier etwas über die Geschichte des Patenonkels erfährt, jedoch blieb dies aus. Die Geschichte hält sich in den Sommerferien und erzählt, was alles schief gelaufen ist. An sich wirkt die Geschichte gut strukturiert. Mir war es nur zu lange mit dem Zurückhalten der Informationen, sodass die Geschichte auf mich langatmig wirkte, da gefühlt nicht viel passiert ist, obwohl eigentlich viel zu viel passiert ist, da eine Katastrophe nach der Nächsten geschah. Das war für mich ein wenig zu viel des Guten. Für mich hätte die Hälfte der Seiten vollkommen gereicht.

Der Schreibstil von Riley war, wie nicht anders zu erwarten, sehr gut zu lesen. Am Anfang des Buches kam für mich richtig Urlaubsstimmung auf und ich habe mir sehr gut vorstellen können, wie es in Pandora aussieht.  Mit ein paar weniger Seiten hätte Riley die Stimmung auch das gesamte Buch über erhalten können. Die Beschreibungen von Riley sind sehr detailreich und bildlich und an genau den richtigen Stellen schmückt sie ihre Geschichte aus. In diesem Buch hat sie, durch einen jugendlichen Erzähler, auch etwas Humor mit reingebracht, was mir gut gefallen hat.

Charaktere hatte man in der Geschichte ziemlich viele. Man hatte Helena und ihre Familie und ihrem liebendwürdigem Ehemann. Dann Sacha und Jules mit ihren Kindern und Sadie und Chloe. Dazu kamen dann noch ein paar Einheimische, wie die Familie um Alexis. Es gab nicht nur viele Charaktere, sondern waren diese sehr individuell und gut ausgearbeitet. Trotz der vielen Charaktere hatte man nicht das Gefühl, dass hier zu viele Charaktere waren, sondern dass die Geschichte genau diese Charaktere benötigt hatte.


Alles in Allem war das Buch gut gelungen. Mir war hier nur ein wenig zu viel Drama und zu wenig interessante Geheimnisse. Dieses Buch hätte mich mit weniger Seiten mehr begeistern können. Sprachlich war das Buch echt top und auch die Charaktere waren besonders.

Deswegen gibt es:

3 von 5 Schmetterlingen

Ich danke dem Goldmann Verlag und dem Bloggerportal für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Kommentare:

  1. Hallo Yunika ;-)
    Auch wenn ich die Bücher der Autorin gern lese, scheint dies kein Muss-ich-lesen-Buch für mich zu sein. "Zu viel davon" und vor allem "zu wenig davon" ist mir in den letzten Tagen schon desöfteren in Rezensionen dazu untergekommen und weckt leider nicht meine Neugier.
    Danke für deine Rezension, aus der sehr gut hervorgeht, was dir gefallen hat und was nicht.
    Liebste Grüße,
    Hibi

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    1. Hallo Hibi,

      an sich ist das Buch ganz nett, aber es ist nicht ganz das, was ich erwartet hatte. Ich freue mich, dass ich dir mit der Rezi weiter helfen konnte ;)

      Liebe Grüße,
      Yunika

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