Dienstag, 17. Mai 2016

[Rezension] So finster, so kalt von Diana Menschig



 

Als Merle Hänssler nach dem Tod ihrer Großmutter in deren einsam gelegenes Haus im Schwarzwald zurückkehrt, findet sie im Nachlass ein altes Dokument. Darin berichtet ein gewisser Johannes, der Ende des 15. Jahrhunderts im Haus lebte, über merkwürdige Geschehnisse rund um seine Schwester Margareta. Merle tut diese Geschichte zunächst als Aberglaube ab. Doch dann ereignen sich während ihres Aufenthaltes immer mehr unerklärliche Dinge: Kinder verschwinden, tauchen unversehrt auf und verschwinden wieder. Auch das alte Haus selbst scheint ein seltsames Eigenleben zu entwickeln. Langsam, aber sicher beginnt Merle sich zu fragen, ob an Johannes' Erzählung mehr dran ist, als sie wahrhaben wollte.

Seitenzahl: 384 Seiten
Verlag: Knaur TB
Originalsprache: Deutsch


Auf so finster, so kalt war ich sehr gespannt. Ich hatte positive, wie auch negative Meinungen dazu gehört, konnte bei dem Thema Märchen aber doch nicht widerstehen. Begeistern konnte es mich leider nicht und ich hatte öfters darüber nachgedacht, ob ich das Buch nicht lieber abbrechen sollte.

Die Handlung ist so vor sich hingeplätschert und in den letzten 70 Seiten ist es dann richtig spannend geworden und endlich etwas passiert. An sich fand ich das Buch etwas sehr merkwürdig. Man begleitet Merle auf der Suche nach ihren Vorfahren und dem Zusammenhang von dem Märchen Hänsel und Gretel. Aber irgendwie wurden hier alle Märchen miteinander vermischt. Das war für mich einfach zu viel. Von den Fakten und den Umgebungen her fand ich das Ganze sehr gut und schlüssig.

Sprachlich war das Buch ganz okay. Es gab sehr viele Sätze, die erst nach mehrfachem Lesen sinn ergaben, was meinen Lesefluss sehr stark gestört hatte. Die Beschreibungen waren gut ausgearbeitet, aber manchmal konnte ich mir trotzdem nicht alles vorstellen. Richtig packen konnte mich der Schreibstil nicht und ich hatte mich doch sehr viel ablenken lassen, sodass sich das Buch noch mehr gezogen hatte.

Mit Merle, Jakob und dem Dorf konnte ich nicht viel anfangen. Ich fand diese grob charakterisiert und die Tiefe hat hier gefehlt.  Merle hatte schon zu viele Kanten, sodass diese sehr unrealistisch ankam. Sie war allem gegenüber Misstrauisch und man konnte somit mit niemandem wirklich warm werden, da ihre Gedanken dies direkt zerstörte.

Mein Einziger Lichtblick war die Geschichte von Hans und Greta, doch selbst diese war am Ende so vierwirrend und unrealistisch, dass es das auch wieder zerstört hatte. Hier wurden zu viele Sagen und Märchen zusammengeworfen.


Alles in Allem bin ich ziemlich enttäuscht. Das Buch hat sich gezogen und war viel zu verwirrend. Hätte sich die Autorin nur auf Hänsel und Gretel bezogen, wäre die Geschichte bedeutend besser gewesen. Ecken und Kanten bei Charakteren sind gut, aber wenn ein Charakter kaum positive Eigenschaften hat, ist es nicht mehr gut. Ein bisschen von allem weniger wäre hier mehr gewesen.

Deswegen gibt es:

1 von 5 Schmetterlingen

Kommentare:

  1. Hallo Alex,

    schade, schade, dass es dir so gar nicht gefallen hat. Ich habe es damals als richtigen Pageturner empfunden und ich habe mich beim Lesen sogar gegruselt.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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  2. Hi!

    Ich finds auch sehr schade, denn mir hatte das Buch auch richtig gut gefallen. Ich hoffe, dein nächstes wird besser :)

    Liebste Grüße, Aleshanee

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