Montag, 27. Juni 2016

[Rezension] Beim Leben meiner Schwester von Jodi Piccoult



Ohne ihre Schwester Anna kann Kate Fitzgerald nicht leben: Sie hat Leukämie. Doch eines Tages weigert sich die dreizehnjährige Anna, weiterhin Knochenmark für ihre todkranke Schwester zu spenden ... Jodi Picoults so brisanter wie aufrüttelnder Roman über den Wert des Menschen wird niemanden kaltlassen.

Seitenzahl: 478 Seiten
Verlag: Piper
Originalsprache: Englisch
Originaltitel: My Sister's Keeper



Das Cover ist sehr einfach, aber es macht neugierig. Eigentlich mag ich keine Cover, bei denen man ein Gesicht sieht, doch dieses passt irgendwie zum Titel.

Auf das Buch war ich sehr gespannt, denn eigentlich hatte ich nur gutes darüber gehört. Die Idee an sich fand ich schon sehr interessant, aber die Umsetzung war nicht so meines. Für mich hat sich alles zu sehr gezogen und ich habe mich sehr oft gefragt, was manche Szenen jetzt mit der Handlung zu tun haben.

Das Buch wird aus mehreren Perspektiven erzählt. An sich sind die Schnitte gut gewählt, denn man wollte doch wissen, wie es weiter gehen wird. In den einzelnen Kapiteln jedoch waren teilweise extreme Zeitsprünge, die einen komplett aus der Geschichte rausgerissen haben. Es ist immer zwischen Erinnerung und dem jetzt hin und her gesprungen, sodass man teilweise nicht mehr wusste, wo man gerade dran war.

Sprachlich war das Buch an sich gut. Es war an sich leicht und flüssig zu lesen, jedenfalls für das Thema. Das Thema selbst war nicht so einfach, doch die Autorin hat es geschafft, dass man einerseits an Kate und andererseits doch mehr an Anna gedacht hatte.  Das traurige und schwierige Thema hat sie sehr gut und sensibel verpackt.

Charaktere gab es viele und alle waren sehr unterschiedlich.  An sich waren sie gut charakterisiert und waren nicht perfekt. Mit den meisten Charakteren bin ich nicht warm geworden und hatte immer eine gewisse Distanz zu den einzelnen Charakteren. Deswegen hat mich die Geschichte irgendwie kalt gelassen.


Alles in allem war ich nicht so begeistert von dem Buch. Einerseits, weil so ernste Themen absolut nichts für mich sind, andererseits, weil die Geschichte auch ihre Schwächen hatte. Die Zeitsprünge in den Kapiteln fand ich sehr schwierig und mit den Charakteren bin ich nicht warm geworden. Dazu ist mir die Geschichte teilweise zu weit abgedriftet und hat manchmal ihren Schwerpunkt verloren.

Deswegen gibt es:

3 von 5 Schmetterlingen

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