Sonntag, 3. Juli 2016

[Rezension] Luca und Allegra - Liebe keinen Montague von Stefanie Hasse



**Romeo & Juliet never die…** Maskenbälle, unsternbedrohte Familiengeschichten und verfluchte Liebespaare kennt Allegra höchstens aus ganz alten Büchern, aber mit der Realität haben sie für sie nichts zu tun. Das ändert sich grundlegend, als sie bei einem Kurzurlaub am Gardasee erfährt, dass ihr Hotel von Nachfahren der Capulets geführt wird. Anscheinend ist ihre Fehde mit den Montagues auch nach Jahrhunderten noch intakt. Als sie aus purer Neugier die andere Seite des Sees erkundet, beginnen sich die Ereignisse unwillkürlich zu verdichten. Denn Allegra trifft auf Luca Montague und damit auf ihr magisches Schicksal…

Seitenzahl: 223 Seiten
Verlag: im.press
Originalsprache: Deutsch



Einerseits mag ich das Cover, aber irgendetwas stört mich daran auch. Gekauft habe ich mir das Buch, da die Autorin bei Facebook ein Nicht-Gewinnspiel Post gemacht hatte. Das hatte mich etwas überrascht aber recht hatte sie damit. Darüber hinaus hatte ich eigentlich auch nur positives zu dem Buch gehört.

Enttäuscht wurde ich nicht und das Buch konnte mich begeistern. Thematisch greift es Romeo und Julia auf und die Umsetzung finde ich sehr gut. Es war mal eine etwas andere Geschichte, die aber sehr überzeugend war. Man hatte hier einen Fantasy-Teil, der aber nicht überhand nahm und das eigentliche Thema nicht überdeckte, sodass es eine perfekte Mischung war.

Sprachlich war das Buch top. Es hat mich von Anfang an begeistert und gefesselt. Es war ein lockerer und leichter Stil, sodass man sich in dem Buch einfach nur wohl fühlte. Es stockte nicht und die Wortwahl passte perfekt zu der Protagonistin. An den richtigen Stellen war die Geschichte mit Details ausgestattet, sodass es nicht überladen und zu umschweifend war.

Die Charaktere habe ich alle eigentlich sofort ins Herz geschlossen. Sie waren sehr unterschiedlich und vielschichtig. Einen greifbaren Bösen gab es erst gegen Ende, doch dieser war etwas blass. Man dachte erst, die Montagues sind die Bösen, doch vieles ist immer die Sichtweise des Betrachters. Daran merkt man, dass alle Charaktere ihre Stärken und Schwächen haben und dies machte sie realistischer und einfach sympathisch.


Für mich war es eine gelungene Geschichte, die in sich stimmig war. Sie bietet eine lockeren Schreibstil, bei dem man sehr gut in die Geschichte abtauchen kann und tolle, stimmige Charaktere. Mich hatten Romeo und Julia nie so interessiert, doch die Umsetzung macht Lust auf diese Geschichte.

Absolute Leseempfehlung!

Deswegen gibt es:

5 von 5 Schmetterlingen

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