Mittwoch, 31. August 2016

[Rezension] Mythos 6 - Frostkiller von Jennifer Estep




Niemand weiß besser als Gwen Frost, wie stark Loki und seine Schnitter des Chaos sind. Sie als Champion der griechischen Göttin Nike soll eine zentrale Rolle bei seiner Vernichtung spielen. Aber niemand weiß auch besser als Gwen Frost, dass sie keine Wunderwaffe ist - nur das komische Gypsymädchen, über das alle heimlich lästern. Zwar hat sie ihre Psychometrie, ihr sprechendes Schwert Vic, ihre Freunde und vor allem den Spartaner Logan Qinn an ihrer Seite, doch Gwen wird von Vorahnungen ereilt, und die verheißen nichts Gutes. Aber für Selbstzweifel bleibt keine Zeit, als einer der ihr wichtigsten Menschen in Lebensgefahr gerät. In Gwen erwacht eine brennende Entschlossenheit - sie ist bereit, alles zu geben. Und wenn es sie das Leben kosten sollte ...

Seitenzahl: 432 Seiten
Verlag: Piper
Originalsprache: Englisch
Originaltitel: Killer Frost
 

Das Cover des letzten Bandes passt perfekt zu den vorherigen der Reihe. Wir finden hier wieder den schwarzen Hintergrund und ein farbliches Element, dieses Mal in violett.

Auf das Finale war ich sehr gespannt und ich wurde nicht enttäuscht. Ein wenig bin ich jetzt traurig, aber das auch nur, weil ich Mythos verlassen muss. Ich liebe diese Reihe und mit dem Ende ist alles rund abgeschlossen.

Anfangs hatte ich leichte Probleme mich in Mythos zurecht zu finden, weil ihr so viel Mythologie zusammengeworfen wurde und ich anfangs dachte, ob das nicht ein wenig zu viel wäre. Eigentlich war es genau richtig und es ist so für jeden etwas dabei.

Die Seiten fliegen nur so dahin und lassen einen nicht los. Auch hier spürt man wieder, wie sich alles nach und nach immer weiter zuspitzt und die Spannung mehr und mehr wächst, bis man denkt, dass man es kaum aushält. Es gab die eine oder andere Überraschung, ein Teil war aber auch vorhersehbar.

Der zweite Chaoskrieg war natürlich Thema dieses Buches. Mir hat gefallen, dass es zwar ein Gemetzel war, aber der Fokus nicht auf der Grausamkeit des Krieges lag. Jennifer Estep hat ihren Fokus nicht verloren und einen sicher und ohne unnötige Grausamkeit dadurch geführt.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr prägnant. Sie kann sich perfekt in Gwen reinversetzen und bringt sie auch authentisch rüber, ohne dass man Gwen in irgendeiner Weise in Frage stellt. Sprachlich war es leicht und flüssig zu lesen ohne irgendein Stocken. Sie schreibt bildlich und detailreich, aber ohne die Sätze zu überladen.

Die Charaktere sind vielschichtig und tiefgehend. Sie sind nicht perfekt und das macht sie sympathisch. Was mich durch die ganzen Bücher verfolgt hat ist, dass die Schnitter wegsterben und von den Guten kaum jemand stirbt. Das ist das einzige unrealistische, das es in diesem Buch gibt, mich persönlich aber nicht stört.


Alles in allem war dies ein echt wahnsinniges Ende. Ich blicke nun mit einem lachendem und einem weinendem Auge zurück auf die Geschichte, denn das Ende lässt mich zufrieden und glücklich zurück, aber ich bin auch traurig, dass die Reihe nun vorbei ist. Für mich ist es eine Reihe, die mir immer im Gedächtnis bleiben wird, denn sie hat ein spannendes Thema super umgesetzt. Für mich passt hier einfach alles: Sprache, Charaktere und Umsetzung. Mythos ist zu einer meiner liebsten Reihen geworden.

Absolute Leseempfehlung!

Deswegen gibt es:

5 von 5 Schmetterlingen

Ich danke Piper für dieses Rezensionsexemplar.

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