Donnerstag, 22. September 2016

[Rezension] Aberness von Christa Kuczinski



Die 15-jährige Amber Wellington wächst behütet bei ihrem Vater, dem Gouverneur des Inselstaates Aberness, auf. Ihr von Regeln bestimmtes Leben, wird auf den Kopf gestellt, als sie den siebzehnjährigen Alec kennenlernt, der sie in eine Welt der Magie und Mythen entführt. Ein Jahrhunderte alter Bann, der die Insel und deren Bewohner an den Rand des Untergangs treibt, stellt Amber vor eine schwierige Wahl: Entscheidet sie sich für Alec, der dem Volk der Selkies angehört und damit gegen ihre Familie, oder stellt sie sich einer rätselhaften Prüfung von deren Ausgang die Zukunft der Insel abhängt?

Seitenzahl: 680 Seiten
Verlag: Verlagshaus el Gato
Originalsprache: Deutsch


Das Cover von Aberness ist einfach ein Traum. Die Kombination der Motive und Farben laden regelrecht zum Träumen ein. Jedoch muss ich gestehen, dass ich aufgrund des Covers eine ganz andere Geschichte erwartet habe.

Auf Aberness war ich sehr gespannt. Ich dachte, dass es sich hier um eine Unterwasserwelt handeln würde, doch darum geht es in diesem Roman gar nicht. Anfangs war ich deswegen etwas traurig, doch die Geschichte hat mich trotzdem gefesselt und begeistert.

Die Anzahl der Seiten finde ich etwas abschreckend, doch ich bin froh, dass ich mich trotzdem drangetraut habe. Ich hatte zwar das eine oder andere Mal das Gefühl, dass sich die Geschichte manchmal gezogen hat, doch ich hatte nie das Gefühl, dass irgendwelche Szenen überflüssig gewesen wären. Dies hat sogar eher dazu geführt, dass ich immer wieder erneut in den Bann dieser Geschichte gezogen wurde und mich immer wieder erneut freuen konnte.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig zu lesen, sodass man sehr schnell durch die ganzen Seiten geflogen ist. Mir ist immer wieder aufgefallen, wie detailliert Christa schreibt und einen immer wieder in einen Bann zieht, dass man einfach nur begeistert sein kann. Sie beschreibt so bildlich, dass man quasi die ganze Zeit über Bilder vor den Augen hat, wie alles aussieht.

Amber und Alec haben mich teilweise immer wieder zum Verzweifeln gebracht. Sie haben sehr lange gebraucht, bis sie sich endlich dazu entschlossen hatten, dass sie nun zusammen gehören. Durch den Fantasy-Teil der Geschichte waren mir die Charaktere manchmal ein wenig zu sprunghaft, auch wenn es zu den bestimmten Genen gehört. Manchmal war ich dann doch verwirrt, warum die Beiden genau so reagiert hatten. Trotzdem habe ich all die komplizierten und vielschichtigen Charaktere der Geschichte ins Herz geschlossen.


Alles in allem bin ich wirklich begeistert von diesem Buch. Es ist eine Geschichte, die einen immer wieder fasziniert und begeistert und von Anfang bis Ende nicht mehr loslässt. Was mich am meisten fasziniert hat, war der Schreibstil der Autorin, der unglaublich detailliert und bildhaft war. Ich bin nun doch ein wenig traurig, dass die Geschichte vorbei ist, denn ich habe all die Charaktere sehr ins Herz geschlossen.

Deswegen gibt es:

4 von 5 Schmetterlingen

Ich danke dem Verlagshaus el Gato und der NetzweragenturBookmark für dieses Rezensionsexemplar.

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