Freitag, 9. September 2016

[Rezension] Ein Herz aus Asche und Gold von Katja Ammon




Elin kann es nicht fassen! Ohne große Anstrengung ergattert sie ihren Traumjob in einem der weltweit größten Pharmaunternehmen. Nicht nur, dass sie in die Fußstapfen ihres verstorbenen Vaters tritt, nein, mit der Forschung kann sie möglicherweise ihrem schwerkranken Bruder helfen. Allerdings ist es nicht einfach, sich auf die Arbeit zu konzentrieren, seit sie dort Esra begegnet ist. Er sieht umwerfend aus und ist unglaublich charmant, aber irgendetwas scheint er vor ihr zu verbergen. Und jeder Schritt in seine Richtung treibt Elin mehr in die faszinierende sowie gefährliche Welt einer längst vergessenen Legende. Bis sie sich entscheiden muss: Wen soll sie retten – ihren Bruder oder ihre große Liebe?

Seitenzahl: 336 Seiten
Verlag: Planet!
Originalsprache: Deutsch



Über dieses Buch habe ich nur gutes gehört gehabt und der Klappentext klang sehr interessant. Auch das Cover finde ich sehr stimmig und optisch einen Hingucker. Die Umsetzung der Geschichte dagegen war etwas ganz anderes als ich erwartet hatte und konnte mich nicht so ganz überzeugen.

Ich hatte nicht damit gerechnet, dass es in dem Buch um Alchemie und Basilisken handelt. Der gesamte Anfang zieht sich wie Kaugummi und man versteht absolut nur Bahnhof. Man merkt, dass sich die Autorin mit dem Thema beschäftigt hat, doch das Thema ist mir zu trocken verpackt. Der Funken wollte einfach nicht überspringen. Darüber hinaus kam für mich einfach keine Spannung auf, sodass sich das Buch wie Kaugummi gezogen hat.

Am unlogischsten fand ich die Liebesgeschichte zwischen Esra und Elin. Sie sieht ihn und findet ihn seltsam, doch noch einen Tag späte liebt sie ihn und vertraut ihm bedingungslos. Das fand ich etwas fragwürdig und hat mich verwirrt.

Sprachlich war das Buch sehr leicht und flüssig ohne Stocken zu lesen. Es ist ein lockerer Schreibstil, mit dem ich mich gut identifizieren konnte. Es ist zum größten Teil aus der Sicht von Elin geschrieben, aber man hatte ab und an immer ein paar Szenen aus der Sicht von Esra.

Elin war mir persönlich etwas zu naiv. Sie hatte mir sogar ein paar Ecken zu viel, sodass sie irgendwie unrealistisch wirkte. Esra fand ich zu unnahbar und mysteriös, sodass ich mir auch mit ihm sehr schwer getan habe. Auch die Nebencharaktere waren nicht so meins, sodass ich mich ein wenig schwer getan habe.


Alles in allem finde ich dieses Buch nur mittelmäßig. Der Klappentext verspricht etwas ganz anderes als das Buch dann wirklich ist, doch das ist für mich nicht das schlimme. Hätte ich vorher gewusst, dass es in dem Buch um Alchemie geht, dann hätte ich einen großen Bogen darum gemacht. Für mich schwächeln die Charaktere auch zu sehr und die Umsetzung der Liebesgeschichte ist unrealistisch.

Deswegen gibt es:

2 von 5 Schmetterlingen

Ich danke dem Planet! Verlag von Thienemann-Esslinger und Netgalley für dieses Rezensionsexemplar.

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