Donnerstag, 12. Januar 2017

[Rezension] Schattenschwester von Lucinda Riley



Titel: Die Schattenschwester | Autor: Lucinda Riley
Verlag: Goldmann
Preis: E-Book 15,99 € / Gebunden 19,99 € | Seitenanzahl: 608 Seiten
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Star d'Aplièse ist eine sensible junge Frau und begegnet der Welt eher mit Vorsicht. Seit sie denken kann, ist ihr Leben auf das Engste verflochten mit dem ihrer Schwester CeCe, aus deren Schatten herauszutreten ihr nie gelang. Als ihr geliebter Vater Pa Salt plötzlich stirbt, steht Star jedoch unversehens an einem Wendepunkt. Wie alle Mädchen in der Familie ist auch sie ein Adoptivkind und kennt ihre Wurzeln nicht, doch der Abschiedsbrief ihres Vaters enthält einen Anhaltspunkt – die Adresse einer Londoner Buchhandlung sowie den Hinweis, dort nach einer gewissen Flora MacNichol zu fragen. Während Star diesen Spuren folgt, eröffnen sich ihr völlig ungeahnte Wege, die sie nicht nur auf ein wunderbares Anwesen in Kent führen, sondern auch in die Rosengärten und Parks des Lake District im vergangenen Jahrhundert. Und ganz langsam beginnt Star, ihr eigenes Leben zu entdecken und ihr Herz zu öffnen für das Wagnis, das man Liebe nennt ...


Das Cover von der Schattenschwester gefällt mir sehr und passt sich gut in die Reihe mit ein. Man kann sich in dem geschickt gewählten Motiv super verlieren.

Auf den dritten Band der sieben Schwestern Reihe musste man sehr lange warten und ich habe mich sehr gefreut, als er endlich erschienen ist. Leider hat er mich ein wenig enttäuscht, wenn er mich doch neugierig auf den nächsten Band zurück lässt.

Mir gefällt, dass Riley die einzelnen Bände gut miteinander verknüpft. In den ersten Beiden trafen sich alle noch in Atlantis, aber dieser Teil wurde hier geschickt weggelassen, da sich sonst alles wiederholt hätte.

Der Teil in der Vergangenheit hat mir sehr viel mehr zugesagt als der Teil  um Star selbst. Er war schön rund und irgendwie auch berührend, während der Teil um Star mich nur den Kopf hat schütteln lassen, weil ich mit Star absolut nichts anfangen konnte und mich nur über ihr Verhalten geärgert habe. Am meisten hat mich jedoch verwirrt, dass aus der Entwicklung von Stars Persönlichkeit plötzlich in den letzten Seite eine Liebesgeschichte geworden ist.

Sprachlich war Buch so, wie man es von Riley kennt. Es macht Spaß darin zu versinken und lässt die Bilder vor den Augen tanzen. Er ist leicht und flüssig zu lesen, sodass die Seiten nur dahin fliegen.

Die Charaktere waren mir ein wenig zu schwach. Star war gut charakterisiert, aber ihr hat hier ein wenig an der Tiefe gefehlt. Für mich war sie irgendwie widersprüchlich. Sie entwickelt sich dahingehend, dass sie endlich selbst denkt und sich so auch verhält und irgendwie macht sie ständig wieder einen Schritt zurück und lässt sich ausnutzen.
Auch mit Maus und Orlando bin ich nicht warm geworden. Die Charaktere waren mir einfach viel zu abstrakt und eigen.


Zusammengefasst kann ich sagen, dass ich etwas enttäuscht von der Geschichte war. Das hatte viel damit zu tun, dass ich mit den Charakteren nicht warm geworden bin und mir diese einfach zu abstrakt waren. Sprachlich war das Buch toll wie immer und der Teil in der Vergangenheit war fesselnd und berührend und hat zum Träumen eingeladen.

Deswegen gibt es:

3 von 5 Schmetterlingen

Kommentare:

  1. Grad die skurrilen Charaktere mochte ich in dem Band sehr gern. Für mich war es bisher der beste Teil der Reihe - interessant, wie unterschiedlich oft empfunden wird.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    1. Ja, das stimmt! Mir gefiel Band 2 bis jetzt am besten, aber der wurde von vielen als bis jetzt schlechtestes Buch gewertet.
      Liebe Grüße
      Martina

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