Donnerstag, 20. April 2017

[Rezension] Selfies von Jussi Adler-Olsen



Titel: Selfies | Autor: Jussi adler-Olsen
Verlag: dtv
Preis: E-Book 19,99 € / Gebunden 23,99 € | Seitenanzahl: 576 Seiten
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[Klappentext]
Der siebte Fall für das Sonderdezernat Q Vizepolizeikommissar Carl Mørck wird zur Aufklärung eines brutalen Todesfalls von der Mordkommission in Kopenhagen hinzugezogen. Wie sich herausstellt, gibt es eine Verbindung zu einem mehrere Jahre zurückliegenden und ausgesprochen brisanten cold case, aus dem sich schwerwiegende Konsequenzen für die aktuellen Ermittlungen ergeben. Ausgerechnet jetzt geht es Carls Assistentin Rose sehr schlecht. Sie wird von grauenhaften Erinnerungen aus ihrer Vergangenheit heimgesucht. Rose kämpft mit aller Macht dagegen an – und gegen das Dunkel, in dem sie zu ertrinken droht. Welche Rolle spielen die jungen Frauen Michelle, Jasmin und Denise, die sich zu einem starken und hochexplosiven Kleeblatt verbündet haben?
 

 
Optisch passt das Cover sehr gut zu den anderen der Reihe, wenn auch von Titel her nicht. Es ist sehr einfach und würde mich nicht unbedingt ansprechen, wenn ich die Reihe nicht kennen würde.

Lange hat der Autor uns warten lassen und demnach war meine Freude groß, als der Band endlich erschienen ist. Da ich die Reihe liebe und auch schon Bände mit dabei waren die mich nicht unbedingt begeistert hatten, bin ich mit keinen Erwartungen an das Buch rangegangen und konnte somit nicht enttäuscht werden.

Mir hat die Geschichte an sich sehr gut gefallen, auch wenn ich sie teilweise etwas verwirrend fand. Es kamen so viele Fälle auf einmal und obwohl mal theoretisch wusste, wie alles zusammen hängt, war doch sehr gespannt, wie die Geschichte sich entwickeln würde. Nach und nach setzte sich alles zusammen und ich fand es fast schon unlogisch, wie fünf Fälle zusammenhingen. Trotzdem fand ich das Konstrukt sehr interessant.

Mir hat es gefallen, dass man endlich mehr über Rose erfahren hat und das Ende lässt einen sehr gespannt zurück. Der Autor hatte einem in den vorherigen Bänden immer schon Happen zugeworfen und endlich einen Teil aufgelöst. Vor allem bin ich jetzt auf Assad und Carls Geschichten gespannt. Ich finde es gut, dass sie dieses Gesamtbild erst nach und nach aufbaut, da es einen so nicht erschlägt und zeigt, wie gut sich der Autor alles durchdacht hat.

Sprachlich war das Buch wie immer. Es hat mich gepackt und von Anfang bis Ende gepackt. Ich finde, dass man die Geschichte gut lesen kann, obwohl ich eigentlich eher Probleme mit skandinavischen Thrillern habe. Der Autor schont einen nicht und schreckt nicht davor zurück, einem die Tatsachen um die Ohren zu hauen. Das gefällt mir und macht die Geschichten zu etwas besonderem.

Das Team liebe ich noch immer und habe es regelrecht ins Herz geschlossen. Anfangs kam mir das Team zu kurz, doch gegen Ende kam der große Moment. Ich liebe, wie alle miteinander umgehen und genieße jeden Augenblick mit ihnen. Die neuen Charaktere finde ich gut durchdacht und vielschichtig, so dass einem nie langweilig wird.
 
 
Alles in allem eine tolle Geschichte und gelungene Fortsetzung des Sonderdezernat Qs. Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Band und erwarte ihn sehnsüchtig. Diese Geschichte bietet eins ehr interessantes Konstrukt mit einer super Auflösung, die Lust auf mehr macht. Das Team harmoniert wie eh und je und lässt einen jeden Moment genießen. Gleichzeitig baut der Autor Charaktere ein, die die Geschichte zu etwas besonderem machen und bei denen man sich fragt, woher er diese Ideen hat.
 
Deswegen gibt es:

4 von 5 Schmetterlingen
 
Ich danke dem dtv-Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

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