Samstag, 20. Mai 2017

[Leseschnipsel zum Interview] aus "Heartbreaker - Für immer nur du" von Kate Lynn Mason




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»Du siehst echt heiß aus, Babe.« Logan rieb seinen Unterleib an mir in einer Weise, die mir die Schamesröte ins Gesicht trieb. Mein Blick irrte durch die von einer altmodischen Diskokugel in grelle Blitzlichter getauchte Schulsporthalle voller tanzender Kids.

»Was machst du da, Logan?« Ich hob den Kopf und begegnete seinen braunen Augen, in denen Zuneigung und Verlangen funkelten. Um Logans Mundwinkel zuckte ein spitzbübisches Lächeln.

»Ich bin dir mit Haut und Haaren verfallen, Ashley Leona Brennan, weißt du das?« Zärtlich schob er eine Hand durch mein langes Haar und umfasste meinen Hinterkopf. Seine Augen fixierten meine in einem kühnen Rot geschminkten Lippen, und unwillkürlich leckte ich mit der Zunge darüber. Die Luft zwischen uns knisterte vor Erotik.

»Ist das so?« Ich genoss das Flirten mit Logan Savage. Er war mit Abstand der coolste und bestaussehende Junge an der Schule. Er genoss einen zweifelhaften Ruf, es wurde gemunkelt, dass er kiffte und irgendetwas mit dem Brand von O’Flannerys Scheune zu tun gehabt hätte, aber ich hatte schon lange beschlossen, das Geschwätz der anderen zu ignorieren. Denn ich war verliebt in Logan. So verliebt, wie man nur sein konnte. Dabei war er nicht mal mein erster Freund. Als ich vierzehn wurde, hatte ich mich im Sommercamp in Galway in Liam verknallt. Liam zählte damals fünfzehneinhalb und wir hatten den schrecklichsten Sex unseres Lebens. Trotzdem hielt diese Beziehung den ganzen Sommer über und noch bis in den September hinein. Irgendwie war ich aber doch froh, als es zu Ende war, weil ich dann nicht mehr mit ihm schlafen musste. Sex? Nein, danke. Küssen und ein bisschen fummeln, okay. Das war schön. Aber Sex? Sex war etwas, auf das ich in Zukunft gut und gerne verzichten konnte. Dachte ich. Und dann kreuzte Logan auf. Er war so ein Typ Junge, dem alle Mädchen hinterhersahen. Wenn er einen Raum betrat, setzte augenblicklich hektisches Tuscheln oder verschämtes Kichern ein. Er wirkte sexy, dunkel, gefährlich und – ja, so unheimlich männlich. Alle Mädchen wünschten sich, ihm durch das wirre schwarze Haar wuscheln zu dürfen, das ihm immer so sexy in die gefurchte Stirn fiel. Logan wirkte, als trüge er die Last der Welt auf seinen Schultern, und dabei strahlte er Kraft und Selbstbewusstsein aus. Als könnte er dem Universum trotzen. Wenn er einen mit seinen verführerisch braunen Augen fixierte und dieses freche und zugleich spöttische Lächeln, das ein hinreißendes Grübchen in seiner rechten Wange hervorbrachte, um seine Lippen spielte, formten sich unwillkürlich Bilder im Kopf. Zumindest in meinem. Bilder, die mit nackter Haut und heißen Berührungen zu tun hatten und den Puls in die Höhe schnellen ließen. Logan Savage war purer Sex auf zwei Beinen. Er tauchte in meinem Biologiekurs auf und schaffte es, dass ich im Unterricht einen kompletten Blackout hatte. Alles andere trat in den Hintergrund. Nur Logan und ich befanden uns noch im Klassenzimmer, und jede Menge überschäumende Hormone. Er setzte sich auf den freien Platz links von mir und ich starrte ihm in die Augen, in denen so viel Schmerz verborgen schien. Ich konnte nicht aufhören, ihn anzusehen. Weil er so attraktiv war, und weil er in mir den Wunsch weckte, wieder Sex zu haben. Jede Menge Sex. Bei der nächsten Biologiearbeit erhielt ich die Quittung, zusammen mit einem blauen Brief an meinen Dad. Es war mir egal. Anscheinend war Logan von mir genauso fasziniert wie ich von ihm, denn er verfolgte mich mit brennenden Blicken. Nachdem wir uns etwa zwei Wochen lang gegenseitig angeschmachtet hatten, bat er mich um ein Date. Über den Film, den wir im Kino in Clifden gesehen hatten, weiß ich nicht mehr viel, aber ich erinnere mich an das irre, aufregende Gefühl und das Feuer, das seine streichelnden Finger auf meiner Haut entfacht hatten. Ich wünschte mir mehr. Sehr viel mehr.

Genau wie jetzt. Logans Finger krabbelten unter den Saum meines engen Tops und fingen an, mich zu streicheln, so zärtlich, so aufreizend, dass ich mir wünschte, wir wären woanders. Nur er und ich. Nicht in dieser stickigen Turnhalle, zusammengepfercht mit rund achtzig anderen Kids, die lautstark zu U2s Cedarwood Road mitsangen. Ich ließ mich von der Musik und den Stimmen davontragen und schloss meine Augen, als Logan mich fester an sich presste. Wir wiegten uns im selben sinnlichen Rhythmus. Logan ließ seine Hüften kreisen und malte mit den Fingerspitzen kleine Kringel auf meinen Rücken. Meine Haut kribbelte vor Entzücken, und ein warmes Gefühl breitete sich in meinem Bauch aus. Ich stöhnte leise.

»Ich will mit dir schlafen, Süße«, sagte Logan in mein Ohr. Sein warmer Atem kitzelte an meinem Hals.

Ich stieß ein leises, glückliches Lachen aus. »Hier? Auf der Abschlussparty inmitten all unserer Freunde?«

Logan zwinkerte mir zu. »Babe, ich bin so scharf auf dich, ich würde überall mit dir Sex haben wollen.« Seine riesigen Pupillen verdeckten fast vollständig die braune Iris. Meine Knie wurden zu Pudding. Allein, dass er das sagte, wie er es sagte, machte mich heiß. Ich konnte es nicht erwarten, von hier zu verschwinden, um mit Logan allein zu sein.

Ich stellte mich auf die Zehenspitzen, um ihm ins Ohr zu flüstern. »Lass uns abhauen. Ich bin bereit für dich.«

Logan hob eine dunkle Braue. Dann legte er beide Hände auf meine Pobacken und warf lachend den Kopf nach hinten. »Du gefällst mir, Brennan. Genau mein Geschmack.« Er gab mir einen Nasenstüber. »Lass mich noch schnell was mit meinem Kumpel Shay regeln, dann brechen wir auf. Ich hab auch schon eine Idee, wohin wir uns verziehen könnten.«

Erneut zwinkerte er mir zu und mein Herz schmolz. Ich blickte ihm hinterher, bewunderte seinen knackigen Hintern in der schwarzen zerrissenen Jeans, als er sich durch die Menge schob, um Shay zu suchen. Am liebsten hätte ich laut durch die Halle gerufen. Seht her, Mädels, das ist mein Freund! Ich war so stolz auf ihn. Zwischen uns stimmte einfach alles. Wir lachten nicht nur miteinander, wir quatschten auch endlos, was sich mit Jungs üblicherweise schwierig gestaltete. Nicht so mit Logan. Und wir hatten diesen fantastischen Sex. Mit Logan erlebte ich meinen ersten richtigen Orgasmus und es war umwerfend. Mehr, als ich mir je erträumt hatte. Logan war der Eine. Der Richtige. Dessen war ich mir sicher. Und es war mir total egal, dass die anderen über ihn lästerten. Das war doch nur purer Neid. Welches Mädchen wünschte sich nicht insgeheim, die Freundin von Logan Savage zu sein?

Während ich wartete, winkte ich meiner Freundin Tara zu, die sich gerade mit Bronwyn, dieser Kuh, unterhielt. Seit Bronwyn in der siebten Klasse vor Mr. Sheehan, unserem Geschichtslehrer, behauptet hatte, dass ich bei ihr abgeschrieben hätte (was mir prompt eine Sechs in der Geschichtsarbeit eingebracht hatte), war sie bei mir unten durch. Ihre tränenreiche Entschuldigung zwei Wochen später konnte sie sich dann auch in den Allerwertesten stecken. Von wegen, sie sei eifersüchtig auf mich gewesen und hätte deswegen gelogen. Ich glaubte ihr kein Wort. Dementsprechend finster blickte ich nun auch Tara entgegen, die sich von Bronwyn gelöst hatte und auf mich zu stiefelte.

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Ashley und Logan aus Heartbreaker


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