Freitag, 12. Mai 2017

[Rezension] Der Turm der toten Seelen von Christoffer Carlsson

 
 

Titel: Der Turm der toten Seelen | Autor: Christoffer Carlsson
Verlag: C. Bertelsmann
Preis: E-Book 8,99€ / Taschenbuch 10,00 | Seitenzahl: 326

 
[Klappentext]
Leo Junker, Anfang 30, ist als Polizist vorübergehend vom Dienst suspendiert, nachdem er versehentlich einen Kollegen erschossen hat. Körperlich und psychisch angeschlagen, ist er voller Sorge um seine Zukunft. Als in seinem Wohnhaus ein Mord geschieht, beginnt Leo – unerlaubt – zu ermitteln. Denn ein Detail an der Ermordeten erinnert ihn auf erschreckende Weise an seine eigene gewalttätige Jugend und an das brutale Ende seiner ersten Liebe. Leo weiß, dass ihm jetzt nur einer weiterhelfen kann: John Grimberg, früher sein bester Freund, der später jedoch zu seinem abgrundtiefen Feind wurde und nur auf eine Gelegenheit wartet, sich an ihm zu rächen.

Ein subtiler, unter die Haut gehender Thriller mit einem faszinierenden neuen Serienhelden!


 
Das Cover des Buches hat mich sofort angesprochen. Es ist einfach, aber ausreichend, so dass ich einen tolle Thriller erwartet habe ;)

Trotzdem ist mir das Lesen dieses Buches sehr schwer gefallen. Das Thema ist total interessant und die Geschichte um den Mord herum gut ausgearbeitet, doch ganz packen konnte sie mich nicht. Was mir gefallen hat, ist dass der Autor genau wusste, wovon er schrieb und dies auch gut umsetzen konnte. Doch mir hat die Geschichte um den Mord herum nicht gefallen. Was vor einem am Charakter selbst lag, andererseits aber auch daran, dass die Geschichte lange sehr unschlüssig bleibt.

Sprachlich ist dieses Buch relativ anspruchsvoll und schwer zu lesen. Mir fiel es schwer, mich richtig fallen zu lassen, so dass ich nur sehr langsam vorwärts kam. Trotzdem ließ es sich flüssig lesen. Die Beschreibungen fand ich teilweise etwas lieblos, was die Geschichte blass wirken ließ. Der Autor stellt die Geschichte in mehreren Strängen dar und wählt die Abschnitte geschickt, so dass man trotz dem langsamen vorankommen, an der Geschichte interessiert bleibt.

Mit den Charakteren hatte ich ein wenig meine Probleme. Sie wirkten gut strukturiert und charakterisiert, waren mir jedoch zu unnahbar, teilweise zu perfekt. Sie wirkten sympathisch, aber die Art und Weise, wie sie rübergebracht werden, erschwert es einem, wirklich eine Bindung zu ihnen aufzubauen.

Alles in allem eine mittelmäßige Geschichte mich Stärken und Schwächen. Man merkt, dass der Autor sich in der Kriminologie auskennt und die Geschichte um den Mord und den Kommissar gut rüberbringen konnte. Trotzdem waren die Charaktere zu kompliziert und die Geschichte stellenweise zu blass.
 
Deswegen gibt es:

3 von 5 Schmetterlingen
 
Ich danke dem C. Bertelsmann Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

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