Dienstag, 2. Mai 2017

[Rezension] Tausend kleine Lügen von Liane Moriarty

 
 
Titel: Tausend kleine Lügen | Autor: Liane Moriarty
Verlag: Lübbe Audio
Preis: E-Book 12,99€ / Taschenbuch: 9,90€ / Hörbuch: 7,79€ | Seitenzahl: 496
 
Jane flieht vor ihrer Vergangenheit. Sie hat es seit der Geburt ihres Sohnes vor fünf Jahren nirgendwo länger ausgehalten. Nun ist sie im idyllischen australischen Küstenstädtchen Pirriwee gestrandet und hat das Gefühl, endlich angekommen zu sein. Schnell schließt sie Freundschaft mit der lebhaften Madeline und der wunderschönen Celeste. Doch plötzlich geraten die drei Frauen in den Strudel von dunklen Geheimnissen, Lügen und Intrigen. Als dann bei einem Elternschulfest ein Mann tödlich verunglückt, stellt sich die Frage: War es ein Unfall oder Mord?



 
Das Cover fand ich sehr ansprechend und hat mich direkt in seinen Bann gezogen. Ich wusste nicht genau, was mich erwartet und irgendwie ist das Cover hier aber auch irreführend, bzw. nichtssagend.

Dem Inhalt zu folgen, fiel mir teilweise sehr schwer. Man hatte drei Frauen und jede hatte ihre eigene, tragische Geschichte. Trotzdem führen alle Stränge irgendwie wieder zusammen. Was mir aber gefehlt hat, war der Sinn hinter der Geschichte. Bis zu Hälfte habe ich nicht einmal verstanden, dass ein Mord passiert und die Geschichte immer wieder zwischen der Vergangenheit und Gegenwart hin und her springt.

Da komme ich auch zu dem Punkt, dass ich das Buch als Hörbuch hatte. Die Sprecherin hat sich sehr viel Mühe gegeben, doch der Geschichte zu folgen fiel mir sehr schwer. Ja, sie hat betont und versucht, das Beste aus der Geschichte herauszuholen, aber trotzdem fehlte hier etwas. Vielleicht hätte man die Kapitel ansagen sollen, so dass man wenigstens verstehen kann, dass hier immer mal die Zeit gewechselt wird.

Die Charaktere wirkten einerseits gut durchdacht, aber von ihrer Art viel zu Oberflächlich. Ich konnte mich mit ihnen nicht identifizieren. Die eine ist eine geldgierige Glucke, die andere lässt sich gerne von ihrem Mann prügeln und die dritte ist einfach eine alleinerziehende Mutter, die ihr Leben nicht in den Griff bekommt. Dementsprechend ist die Ausgangssituation schon nicht gerade die Beste. Dazu kommt, dass sich die Charaktere nicht entwickeln und sich die ganze Zeit eigentlich mehr selbst im Weg stehen.

Alles in allem eine nicht gerade begeisternde Geschichte. Mir fehlten hier die Tiefe und das Verständnis für die Geschichte selbst. Dazu kommt dann, dass alles viel zu dramatisch ist und man nicht versteht, wo hinten und vorne ist. Außerdem bleiben die Charaktere immer stehen und haben keinen Raum sich zu entwickeln. Mich konnte die Geschichte leider nicht begeistern.
 
Deswegen gibt es:

2 von 5 Schmetterlingen
 
Ich danke Bastei Lübbe für dieses Rezensionsexemplar.

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