Samstag, 3. Juni 2017

[Interview inklusive Gewinnspiel] mit Sabina S. Schneider


Hallo ihr Lieben,

hiermit geht es schon in die vierte Runde der Autorenvorstellungen.

Diesmal haben wir versucht, so viel wie möglich aus Sabina S. Schneider heraus zu kitzeln und hoffen, dass ihr genauso viel Spaß dabei habt wie wir.


Hier ist nun das Interview:


Liebe Sabina,

Vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, um all unsere Fragen zu beantworten.


Sehr gerne! Vielen Dank, dass ich mich hier vorstellen darf!

Sehr gerne doch. Kannst du dich einmal kurz in 3 Sätzen vorstellen?

Meine Name ist Schneider – Sabina S. Schneider – Tripple X war gestern! Ich schreibe, weil das Leben sonst keinen Sinn macht und veröffentliche, um einen Punkt hinter meine Projekte zu setzen. Meine Geschichten sind zwar in den verschiedenen Genres der Fantasy angesiedelt, aber ich erweitere meinen Horizont während des Schreibens und liebe es, neue Wege zu erkunden und die unbekannten Welten zu erforschen, zu denen sie mich führen.

Oh ja, neue Wege gehst du mit deinen Büchern wirklich. Da muss ich dir absolut zustimmen.
Du hast in den letzten Jahren unheimlich viel veröffentlicht. Wie schaffst du es, neben deinem „Brotjob“ so viel zu schreiben? Hast du Zeit für die Schreibphasen extra in deinen Tagesplan eingebaut oder schreibst du immer dann, wenn es dich einfach überkommt?

Also hierzu muss ich sagen, dass ich in den letzten vier Jahren besessen war. Vom Schreiben. Ich habe im Sommer 2013 meinen Vollzeitjob gekündigt und mir Teilzeitstellen gesucht, die genug Zeit zum Schreiben lassen. Dieser Schritt und die Rechtfertigung, die die Umwelt fordert, sowohl stumm als auch laut, haben mich stark angetrieben, immer mehr zu schreiben. Ich konnte nicht nicht-schreiben. Jede verschwendete Minute hat ins Fleisch geschnitten. Jede Minute, die ich nicht gearbeitet, gegessen oder geschlafen habe, habe ich geschrieben. Und dabei sind 26 Bücher entstanden. Jetzt glaube ich, eine Balance gefunden zu haben, geboren aus der Zufriedenheit so viele tolle Geschichten geschaffen zu haben und dem Wunsch nach mehr Gleichgewicht. Im Moment schreibe ich eher, wenn es mich überkommt. Diese Phase dauert jetzt etwa zwei Monate. Mal schauen, ob sie anhält.

Uff, 26 Bücher in so kurzer Zeit. Das ist wirklich eine beachtliche Menge.
Wie steht deine Familie/dein Freund dazu, dass du so viel Zeit mit Schreiben verbringst? Bekommst du da eher Unterstützung oder sind sie auch mal genervt?

Mein Freund ist zufrieden, solange ich noch Zeit finde, für ihn zu kochen, und einer geregelten Arbeit nachgehe. Meine Großeltern belächeln meine „Schreiberei“. Meine Eltern finden es toll, dass ich meinem Traum folge. Aber alle sind glücklich darüber, dass ich noch einen Job habe, der die Miete, die Rechnungen und das Essen bezahlt. Wenn ich nur schreiben würde, wäre das sicher nicht so gern gesehen.

Das ist auch ein klein wenig verständlich. Irgendwie muss man ja auch überleben :-D Aber schön und vor allem beeindruckend, dass du wirklich alles unter einen Hut bekommst und so alle damit glücklich sein können.
Deine Bücher sind immer Reihen mit mehreren Bänden. Das ist sehr geschickt, muss ich sagen.
 ;-) Denn wenn du einen erst einmal mit Band 1 gefesselt hast, muss man unbedingt den Rest auch noch lesen. Wie kam es dazu, dass du dich entschlossen hast in mehrbändigen Reihen zu schreiben und kannst du dir auch vorstellen, einmal ein in sich abgeschlossenes Buch zu schreiben?

Beim ersten Buch – „Von  den Göttern verlassen“ – hat die Geschichte einfach nicht in einen Band gepasst. Ähnlich bei der Folgereihe „Die Vergessenen“. Bei den späteren Bänden wie „Gelöscht“ und „Utopia“ habe ich den Abschluss eines Bandes gebraucht, um weiterschreiben zu können. Die ersten Bände habe ich auf Dauer kostenlos reingestellt, damit die Leser wissen, was sie erwartet und worauf sie sich einlassen. Die Hemmschwelle etwas Neues auszuprobieren ist niedriger, wenn man kein „finanzielles Risiko“ eingehen muss. Neu im Sinne von unbekannt, ja. Aber auch im Sinne von seltsam, skurril und abgedreht. Doch mittlerweile gibt es Stimmen die laut „was nichts kostet, ist nichts wert“ schreien. Außerdem ist es eine gerechtfertigte Kritik, dass man durch Dumpingpreise den Markt kaputt macht. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, nach und nach den kostenlosen ersten Bänden einen Preis zu verpassen. Daher: Schnell zugreifen, solange noch die 0,00 davor steht ;) Und ja, ich hoffe, dass mein jetziges Projekt in einen Band passt und noch sieht es gut aus.

Hehe, da bin ich aber gespannt, ob du es diesmal schaffen wirst.
Du veröffentlichst als Selfpublisherin und gestaltest zudem auch noch deine Cover sowie das Innenleben der Bücher selbst. Ist das nicht unheimlich viel Aufwand? Und hast du schon einmal darüber nachgedacht, in einem Verlag zu veröffentlichen, um dich ganz aufs Schreiben konzentrieren zu können oder hast du lieber alles selbst in der Hand?

Ich liebe es, meine Cover zu gestalten, und ich freue mich immer auf diesen Schritt im Projekt. Das ist ein Abschluss, der für mich befriedigender ist, als das Wort „ENDE“ unter einen Text zu setzen. Das mache ich sowieso nicht gerne und nur sehr selten. Das Formatieren von Texten macht mir weniger Spaß und ist frustrierend. Da ich aber meist schon im Endformat schreibe, ist das jedoch nur wenig Aufwand. Alles Graphische mache ich von Herzen gerne. Auch das Innenlayout für die Prints.




Ich bin sehr gerne Selfpublisherin, weil ich dann alles selbst in der Hand habe. Vor allem das Veröffentlichungsdatum. Ich bin die ersten vier Jahre sehr ungeduldig gewesen. Das Warten hat mich von innenheraus aufgefressen und daher sind meine Nerven den „neuen“ Möglichkeiten der Veröffentlichung dankbar. Im Moment überlege ich jedoch, ob ich mein neues Projekt einem Verlag anbiete, habe jedoch Angst, dass meine Ungeduld mir den Nacken bricht und ein Magengeschwür zaubert. Und ja, es ist auch Furcht vor Ablehnung dabei. Als Selfpublisher kann ich meine verqueren Charaktere auf die Welt loslassen, die Augen schließen und wenn ich sie wieder aufmache, weiß ich, ob es ein paar Menschen da draußen gibt, die sie so lieben können, wie ich sie liebe. Wer meine Figuren mag, der mag auch mich, da sie immer ein Teil von mir sind. Ein Splitter meiner Persönlichkeit, die keine Chance hatte zu wachsen und „ich“ zu werden. Daher trifft Ablehnung immer ins Herz.

Oh, das muss aber sehr hart sein. Dann hoffe ich, dass nicht zu viel Ablehnung kommt.
All deine Reihen sind sehr unterschiedlich und jede ist auf ihre ganz eigene Art und Weise etwas Spezielles ganz für sich. Woher nimmst du all die Ideen? Inspirieren dich auch reale Personen oder Geschehnisse?

Häufig sind es Fragen, die mich beschäftigen. Oder ein Gedanke, aus dem eine ganze Geschichte erblüht.


„Von den Göttern verlassen“ entsprang aus der Frage, wie es wohl ist, nicht zu fühlen. Ich selbst habe manchmal Probleme zu verstehen, warum Menschen so oder so emotional reagieren. Und deshalb bin ich mit Serena auf die Suche nach dem Ursprung von Gefühlen gegangen. Und was soll ich sagen. Ich habe viel gelernt und viele Antworten beim Schreiben gefunden.

Ich nenne das den „Aha-Effekt“ und ich liebe ihn.

In „Die Vergessenen“ verarbeite ich meine slavischen Wurzeln, das Leben und Aufwachsen in Deutschland und meinen Aufenthalt in Japan. (Ich habe Japanologie studiert und zwei Jahre dort gelebt.) Darüber hinaus finde ich eine Antwort zu meiner Überlegung: „Wenn es Gott gibt, gab es früher Götter? Und wenn ja, wo gehen die vergessenen Götter hin? Was passiert mit ihnen?“ Der Yeti hatte die Antwort für mich und ich finde sie großartig!

Die DNA-Reihe ist … ja was eigentlich? Sie ist schwer zu beschreiben. Aber die Wurzeln sind klar: Ich wollte eine Figur schaffen, die nicht an der Realität zerbricht und an ihren Träumen festhält, egal was passiert. Und so ist Ivo aus dem ersten Teil „Die Erbsünde“ geboren. Im zweiten Teil wollte ich so richtig die Sau rauslassen. Eine Figur formen und zum Leben erwecken, der alles egal ist, außer die eigenen Grundbedürfnisse wie Saufen, Ficken, Essen und Fernsehen. Und ich wollte über Superhelden und Schurken schreiben. Über Superkräfte. Im dritten Band wollte ich das Böse zum Guten verführen. Ob mir das gelungen ist? Lest es in „Symbiose“ nach ;)

In „Aeternitas“ wollte ich meinen Traum von einem Harem ausleben und gleichzeitig darüber nachdenken, was wäre, wenn die Vergangenheit noch gar nicht passiert ist.









Und „Gelöscht“… oh Gelöscht. Ich kann mich noch genau an die Geburt erinnern. Es war Angst. Gelöscht ist aus Angst geboren. Auf dem Nachhauseweg von der Arbeit, kam mir der Gedanke, wie es wäre, alles zu vergessen und von Neuem zu beginnen. An sich kein erschreckender Gedanke. Neuanfänge sind interessant. Aber wenn du alles vergisst, ist es dann nicht wie sterben? Stirbt dein altes Ego, dein Selbst, durch all die Erfahrungen und Menschen geformt, nicht?

In „Utopia“ steckt ein wenig der Gedanke zur ewigen Unzufriedenheit der Menschen. Ich wollte eine perfekte Welt schaffen und sie an dieser Unfähigkeit der Menschheit zerbrechen lassen. Und wisst ihr, was am Ende übrigbleibt? Wenn alles zerstört ist? Hoffnung oder Hoffnungslosigkeit. Mehr ist es nicht.








Man merkt schon, dir geht richtig viel im Kopf herum und du verarbeitest all diese spannenden und vor allem unterschiedlichen Gedanken in deinen Büchern.
Magst du uns zu jeder deiner Reihen einen Satz sagen, der die jeweilige Reihe am besten beschreibt? Und kannst du uns auch verraten, welches dein Lieblingswerk ist?

Puh, eine schwierige Aufgabe, der ich mich aber gerne stelle!

„Von den Göttern verlassen“ ist eine Abenteuerreise durch die Welt der Gefühle, vermischt mit Intrigen, Freundschaft und Feindschaft, Betrug, Verrat, Liebe und Hoffnung.

„Die Vergessenen“: Eine verbotene Liebesgeschichte, die durch die Zeit ihre Spuren zieht und die Welt verwandelt, sie mit mystischen Wesen, Legenden und vergessenen Göttern füllt.

„DNA“ – ein verrücktes Mädchen, das in ihrer eigenen Fantasiewelt lebt, ein egoistischer Anti-Hero, der nicht das Zeug zum Helden hat und Luzifer, der gefallene Engel, der die Weltherrschaft an sich reißen will. Findet heraus, was diese drei gemeinsam haben!

„Aeternitas“ – Zeitreisen: Wenn die Vergangenheit ungewiss ist, verschwimmt die Gegenwart und erzittert die Zukunft. (Achtung! Band 2 ist wirklich grausam… und obwohl das auch über Band 1 von DNA gesagt wurde, bin ich mit mir selbst im Reinen darüber, dass „Aeternitas 02 – Abel & Kain“ wirklich den momentanen Höhepunkt meiner Grausamkeit darstellt.)

„Gelöscht“ ist eine Dystopie, in der die Grenzen zwischen Tätern und Opfern verschwimmen, gewürzt mit einer Prise Erotik und philosophischen Gedanken.

„Utopia“ – Kann der Mensch glücklich sein und welcher Preis für das Paradies ist zu hoch?

Ich behandle hier mal nur die abgeschlossenen Reihen :-)

Mein Lieblingswerk … puh! Das ist, als würde man eine Mutter nach einem Lieblingskind fragen! Aber ich werde versuchen, es zu beantworten. Ich liebe P.K. und wünschte, ich wäre so stark wie Ivo aus „DNA“. Serena aus „Von den Göttern verlassen“ hat mir so viel beigebracht und sie ist meine erstgeborene … Ich liebe Mo Anuva Nüshen für ihr Durchhaltevermögen in „Gelöscht“ und den Kern ihres Selbst, dass sie nicht anders kann und alles hinterfragen muss. Ich bewundere Eva und ihre Mitstreiter aus „Aeternitas“ für ihre leidenschaftliche und andauernde Liebe. Und ich sehe die Facetten der Menschheit in Avna, Noem und Karina in „Utopia“. Was ihr daraus macht, überlasse ich euch ;)

Da hast du dich ja ganz schlau heraus geredet, du Fuchs :D Aber kommen wir mal zu etwas anderem.
Da deine Bücher – sagen wir mal – „recht speziell“ sind, treffen sie sicherlich nicht jeden Geschmack. Mir kommt da vor allem P.K. aus „DNA II - Anti Hero“ in den Sinn, der allein schon durch seine Offenheit, seine Sprüche und die schönen Schimpfwörter auffällt. Ihn muss man entweder lieben oder hassen. Braucht man ein gewisses Maß an Verrücktheit, um so schreiben zu können? Und was denkst du, für welche Leser deine Bücher am besten geeignet sind?

Ja. Ich wurde schon häufig als verrückt bezeichnet und ich habe manchmal Probleme mit der „normalen“ Welt. Durchs Schreiben versuche ich, sie ein wenig besser zu verstehen und meinen Gedanken gleichzeitig Ausdruck zu verleihen. Mir wird häufig gesagt, ich denke zu viel nach, ich stelle zu viele Fragen. Nun, jetzt stelle ich sie in Form von Geschichten an die Welt. Meine Geschichten sind für Leser, die vor abgedrehten Charakteren nicht zurückschrecken, die gerne überrascht werden und mal etwas anderes lesen wollen. Geschichten, in denen „Girl meets Boy“ nicht unbedingt gleich Liebe bedeutet. Drei Adjektive wurden mir mal an den Kopf geworfen, die eigentlich meine Geschichten gut beschreiben „skurril, grausam und verrückt“. Also, wenn du mal etwas ganz anderes lesen willst und keine Angst vor Neuem hast, lies mal rein!

Oh ja, deine Charaktere sind zum Teil wirklich abgedreht. Aber genau das liebe ich an ihnen. Wo wir schon bei P.K. und seinem offenen, ehrlichen und fluchenden Gemüt sind: Wie ist es bei dir? Erkennst du dich selbst ein wenig darin oder lebst du in deinen Protagonisten eher das aus, was du im wahren Leben nicht bist?

Bei P.K. ist es definitiv Wunschdenken. Ich wäre manchmal gerne wie er und wenn man mich genug reizt, werde ich auch zum P.K. Ich muss jede meiner Figuren nachvollziehen können, sonst kann ich nicht über sie schreiben. Also ist jeder Charakter in jedem Buch ein kleiner Teil von mir. Ob gut oder böse.

Ja, ich glaube, wir würden alle gerne mal unseren P.K. herauslassen. :-D Kommen wir nun mal zu deinem neuesten Projekt.
Vor Kurzem ist deine Tetralogie „Utopia“ als Taschenbuch erschienen und ich muss sagen: Ich liebe sie :-D
  Du hast hier drei Charaktere erschaffen, aus deren Sicht du die Leser die Geschichte durchleben lässt: Avna, Karina und Noem. Gibt es einen von denen, mit dem du dich besonders verbunden fühlst und falls ja, wen und warum?

Zu Anfang war es Avna. Denn in ihr wollte ich eine Figur erschaffen, die zufrieden sein kann. Die hinter die zwanghafte Befriedigung von Ambitionen blickt und Glück nicht nur im Moment erfährt, sondern die Fähigkeit besitzt, es festzuhalten. Dann fand ich beim Schreiben Noem toll, weil er leidenschaftlich nach der Freiheit sucht. Karina war mir zu Anfang sehr fremd, doch im Laufe ihrer Entwicklung, muss ich sagen, dass sie mir am besten gefällt. Warum, das kann ich euch hier leider nicht verraten :-)

Oh ja, Karina ist mir im Laufe der Reihe auch sehr ans Herz gewachsen.
Hast du noch andere (geheime) Projekte, an denen du gerade schreibst oder die uns dieses Jahr noch erwarten? Und falls ja, kannst du uns in deine Geheimnisse einweihen?

Ich habe zwei Projekte. Eines ist sehr geheim, darüber darf ich euch nichts berichten, weil es nicht nur mich betrifft. Aber von dem zweiten kann ich euch erzählen. Es ist ein Herzensprojekt. Eine humoristische Fantasy Geschichte über zwei Schwestern, die unterschiedlicher nicht ein könnten, über Weiblichkeit und Männlichkeit, Elementarwesen, Hexen und der Suche nach dem Selbst. Ich schreibe gerade daran und es macht riesigen Spaß. Es soll ein Einteiler werden. („Halleluja! Endlich!“, schallt es aus den hintersten Reihen. :-) ) Und ich werde versuchen, die Geduld aufzubringen und probieren es in einem Verlag unterzubringen. Wobei es wieder einmal abgedreht wird und anders. Vielleicht zu experimentell für einen Verlag? Zweifel über Fragen :-)

Hehe, da bin ich ja mal gespannt, welcher Verlag experimentell genug ist und drücke dir dafür fest die Daumen.
Stell dir vor, du begegnest einer guten Fee und hast drei Wünsche frei: Was würdest du dir wünschen?

Mehr Gerechtigkeit auf der Welt.

Gehirn und Empathie in den Köpfen der verrückten, machtgeilen Menschen, die diese Welt und ihre Mitmenschen ausbeuten.

Und … ich wünsche mir wirklich den Weltfrieden!

Alles andere möchte ich mir selbst erarbeiten (Wobei ein bisschen Hilfe beim Marketing sicher schön wäre *seufz*)

Das sind wirklich tolle Wünsche <3

Jetzt noch kurz ein paar Stichpunktfragen:

Kaffee oder Tee?

Beides! Ich kann weder auf das eine oder andere verzichten.

Party oder Fernsehabend?

Früher Party, jetzt Fernsehabend. Ich bin alt und zahm geworden und erlebe meine Abenteuer in meinen Geschichten XD

Buch oder ebook?

Puh… ich tendiere eher zum Buch, mag aber auch eBooks.

Sommer oder Winter?

Frühling und Herbst!!!

Blond oder dunkelhaarig (bei Männern)?

Dunkelhaarig (ich bin selbst brünett), aber ich lasse mich auch eines Besseren belehren ;)

Süß oder salzig?

Salzig!! Her mit den Kartoffelchips!

Duschen oder Baden?

BADEN! Immer baden!



Wir haben auch den Lesern die Möglichkeit gegeben, ihre ganz persönlichen Fragen an dich zu stellen. Hier kommen nun die Leserfragen:
Vielen Dank erstmal für eure Fragen! Ich freue mich, sie beantworten zu dürfen :-)

Nicola fragt: Was für Bücher liest du in deiner Freizeit? Hast du einen Lieblingsautor
?

Ich habe immer wieder Phasen, in denen ich Bücher von bestimmten Autoren verschlinge. Die letzte Phase hat sich um Simon R. Green und A. Lee Martinez gedreht, die beide humoristische Fantasy schreiben.
„A Nameless Witch” ist großartig und “In the Company of Ogres”. Die “The Nightside-Reihe (13 Bänder, ich bin bei Band 6) werden mich noch eine Weile begleiten. Davor Laini Taylor, die mich mit ihren durchdachten Hintergrundgeschichten und vielschichtigen Charakteren gefesselt hat.

Stephen King hat mich sehr früh geprägt. Ich habe „The Stand“ mehrere Male gelesen und habe es mir neulich auch auf Englisch geholt, traue mich aber nicht, es zu lesen, weil ich befürchte, dass es den Zauber brechen könnte, den heiligen Schein, den diese Geschichte für mich umgibt, dimmen. Ich bin auch ein großer Fan von Terry Brooks und stopfe die Lücken, die ich noch bei den Shannara Chroniken habe. Eine Weile hat mich Peter S. Beagle begleitet, der Autor von „Das letzte Einhorn“. Das aktuellste Buch, das mich wirklich umgehauen hat, ist „Die Geschichte der Bienen“. Das habe ich letztes Wochenende verschlungen.

Ich liebe es, neue Autoren und ungewöhnliche Geschichten zu entdecken. Doch meist bewege ich mich in den weiten Gefilden des Fantasy-Genres. Ich könnte ewig über Bücher und Autoren reden und mache hier mal einen erzwungen Punkt (*Das-innere-Fangirl-knebel-und-fessel*)

Kate fragt: Liebe Sabina, wie oft überarbeitest du eine Geschichte, bis zu völlig zufrieden damit bist?

Das ist eine schwere Frage, liebe Kate! Hier bin ich ein Narzisst mit Alzheimer. Klingt seltsam, ist es auch. Ich wundere mich jeden Tag über mein seltsames Gehirn. Zuerst mal eine kurze Erklärung: Ich habe ein Hirn wie ein Sieb. Ich kann mir so gut wie nichts merken. Namen vor allem nicht … oder Zahlen. Was bei mir hängen bleibt, ist eine gefilterte Essenz. Von Geschichten, Aussagen, Artikeln, Gesprächen. Ich konnte noch nie Gedichte auswendig lernen. Und ich habe es versucht. Wirklich. Es funktioniert nicht. (ABER – und es ist ein wirklich großes ABER – ich sehe hier den Ursprung meiner Fantasie, aus der Not geboren. Da ich mir nichts merken kann, stopfe ich einfach die Lücken und finde so neue Zusammenhänge, neue Geschichten.)

Das heißt, jedes Mal wenn ich meine Geschichten wieder lese, bin ich von mir selbst überrascht. An einigen Stellen ist es ein Erlebnis wie: Oh mein Gott! Das habe ich geschrieben? Ich bin ein Genie!! Und bei anderen: Oh mein Gott! Das ist so schlecht … ist das wirklich von mir? Wenn ich das letztere nicht mehr empfinde, ist die Geschichte fertig. Das hat sich bei ungefähr drei bis vier Durchgängen eingependelt. Der erste Durchgang ist der rote Fanden, das Skelett der Geschichte, wie ich es gerne nenne. Dann baue ich die Szenen aus und verleihe dem Ganzen Muskeln, Fett, Haut und Haare. Dann kommt der Feinschliff. Jetzt sind wir ungefähr bei drei Durchgängen, vielleicht vier.

Und jetzt … kommen die Korrekturrunden. Mein Gehirn arbeitet bildorientiert und ich kann mich nur schwer auf die einzelnen Buchstaben zu konzentrieren. Ich gebe mein bestes und bin mit Übung besser geworden, aber bei weitem noch nicht perfekt. Ich mache dann noch zwei bis drei Korrekturdurchläufe. Insgesamt sind wir also bei circa sieben. Plus-Minus. Dann habe ich wundervolle Menschen, die meine Geschichten trotz der Fehler, die mein Gehirn so gerne ausblendet, mögen, lesen und korrigieren. Danke euch, meine Engel! Katharina, Mara und Kathrin <3 <3 <3 Ihr macht meine Geschichten lesenswert!

Liebe Sabina, vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast und dich mutig unseren Fragen gestellt hast. Wir hoffen jetzt mal, dass wir den Leuten Lust auf deine Geschichten gemacht haben ;-)
Nun haben wir noch ein Gewinnspiel für euch.
Die liebe Sabina stellt folgende Preise für euch zur Verfügung:


  • ein signiertes Wunsch-Ebook
  • eine Zeichnung nach Wunsch
Es wird zwei Gewinner geben.















Was ihr machen müsst, um im Lostopf zu landen? Verratet uns in den Kommentaren, ob ihr schon ein Buch von Sabina S. Schneider kennt. Wenn ja, welches und wenn nicht, welche ihrer Reihen euch am meisten interessieren würde!
Um weitere Lose zu ergattern, könnt ihr Folgendes machen:

*Besucht die Autorenseite von Sabina S. Schneider
 und liked ihre Seite
*Liked unsere
Seite oder/und folgt uns auf unserem Blog
*Teilt diesen Beitrag mit anderen

- Das Gewinnspiel läuft bis zum 07.06.2017 um 23.59 Uhr.
- Der Gewinner wird innerhalb von 3 Tagen auf unserem Blog bekannt gegeben.
- Gewinnspielteilnahme ab 18 oder mit Einverständnis der Eltern
- Versand nur nach Deutschland, Österreich oder Schweiz
- Keine Haftung bei Verlust auf dem Postweg.
- Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eine Barauszahlung ist nicht möglich.


Kommentare:

  1. Hallo ihr beiden,

    Da habt ihr wieder ein tolles Interview gemacht.
    Sehr interessant.

    Ich habe "Aeternitas" schon im Regal stehen und es wartet darauf, gelesen zu werden.

    Mich würde noch die Reihe "Von den Göttern verlassen" sehr interessieren.

    Liebe Grüße,
    Corpus (Karl)

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    1. Willkommen im Lostopf.
      Die Daumen sind gedrückt.

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  2. Huhu!

    Ich mache zwar bei eurer Verlosung nicht mit, aber ich hab sie gerne auf meiner Gewinnspielseite geteilt!

    Ich drücke allen die Daumen :)

    Liebste Grüße, Aleshanee

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  3. Hi,
    tolles Interview. Leider ist mir Sabina bisher unbekannt gewesen, aber das hat sich ja jetzt geändert. Von ihren Antworten her finde ich "Von den Göttern verlassen" am interessantesten, weil mich die Grundidee fasziniert. Obwohl ich auch zu "Gelöscht" nicht nein sagen würde. Ich bin mir bei letzterem nur nicht sicher, ob ich nicht ständig Vergleiche zu "Gelöscht" von Terry Terri ziehen würde.

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    1. Gute Wahl.
      Ich kenne von beiden Reihen bisher nur den ersten Teil, aber mir haben beide sehr gut gefallen.
      Viel Glück für die Verlosung 😊

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  4. Hallo ihr Lieben,
    danke für dieses schöne Interview. Auch ich lerne gern neue interessante KollegInnen kennen :)
    Ich möchte jetzt nicht in den Lostopf hüpfen, aber ich möchte Sabina ganz herzlich für ihre Antwort an mich bzgl. der Häufigkeit der Überarbeitung ihrer Texte danken. Und im Interview konnte ich doch viele Parallelen zwischen ihr und mir feststellen und musste häufiger schmunzeln.
    Weiter so mit den tollen Interviews, liebe Katha und Alex, und dir weiterhin viel Spaß beim Schreiben, liebe Sabina, und viele begeisterte Leser! <3
    Kate

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    1. Danke für die lieben Worte, liebe Kate ❤️

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  5. Hallo :)
    Danke für das tolle Interview, das sind wirklich sehr viele, sehr ehrliche Einblicke, das hat man nicht soo oft in Interviews! Ich muss zu meiner Schande gestehen, ich habe bisher kein Buch von Sabina gelesen :o Ich bin jetzt aber echt neugierig geworden. Die Bücher klingen alle sehr utnerschiedlich, da ist es schwierig, sich so spontan zu entscheiden, aber ich denke, spontan würde mich Utopia sehr reizen, vor allem wegen dem Thema Unzufriedenheit... Hoffnung/Hoffnugnslosigkeit und alles, was eben so drumrum kommt. Denn die ewige Unzufriedenheit und das ständige Nörgeln kann einem wirklich auf die NErven gehen -nicht nur bei anderen, auch bei einem selbst.

    Lg Dana

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    1. Sehr gute Wahl, liebe Dana.
      Utopia hat mir sehr gut gefallen.
      Willkommen im Lostopf, ich drücke dir die Däumchen <3

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  6. Hallo,

    das Interview habe ich sehr gerne gelesen, auch wenn bei mir die Lektüre eines der Bücher von Sabina, der Autorin, bisher noch aussteht. Ihre Werke wurden mir aber sicher zurecht sehr ans Herz gelegt. Soweit ich dies aus der kurzen Präsentation erschließen kann, finde ich den Ansatz, menschliche Affekte und Neigungen zum Gegenstand des literarischen Schaffens zu machen, interessant. Denn diese beschäftigen schließlich das ganze Leben über und sind einer Reflexion unbedingt würdig. Am meisten würde ich zum jetzigen Zeitpunkt aufgrund eines aktuellen Anlasses die Reihe „Von den Göttern verlassen“ lesen wollen. Es würde mich sehr berühren, das potentielle, aber für mich undenkbare Phänomen der Gefühllosigkeit oder andersartiger situations- bzw. charakterabhängiger Gefühlsregungen aus dem Blickwinkel einer literarischen Verarbeitung nachzuvollziehen. Ebenfalls spannend klingen für mich die Reihen „Utopie“ und „Gelöscht“. Unter anderen Umständen hätte es mich vermutlich eher gereizt, „Gelöscht“ zu lesen, da mich das Gedankenspiel eines gänzlichen Neuanfangs bestimmt fasziniert hätte.
    Apropos, es soll Menschen geben, die sich über ein „s“ zu viel in „Narzist“ stören. ��
    Vielen Dank für die schöne Buchpräsentation und ebenfalls im Voraus an Areti für eine Antwort!

    Liebe Grüße ��

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    1. Hallo Try,

      Vielen lieben Dank für deine super ausführliche, liebe und spannende Antwort.
      Ja, man kann sich zwischen den Reihen kaum entscheiden. Wirklich viele haben ihren Reiz.
      Ich heiße dich herzlich Willkommen im Lostopf und drücke dir für die Verlosung ganz fest die Daumen.

      Liebe Grüße,
      Areti

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  7. Danke für das tolle Interview.
    Ich habe noch nichts von ihr gelesen. Am ehesten würde mich die Aeternitas Reihe interessieren. DNA und Gelöscht finde ich aber auch toll. Ich teile das Gewinnspiel mal bei FB und versuche sehr gerne mein Glück für das ebook.
    Ganz liebe Grüße,
    Anni

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    1. Dankeschön fürs Teilen, liebe Anni, und ganz viel Glück für die Verlosung :-)

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  8. Ich kenne keines ihrer Bücher, aber die Utopia-Reihe würde mich interessieren.

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    1. Willkommen im Lostopf, ama tsubuu.
      Ich drücke dir die Daumen für die Verlosung :-)

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  9. Hallo,
    von Sabina "Triple-S" Schneider kenne ich noch kein Buch. Habe kürzlich die Fantasy wieder neu für mich entdeckt und bin erst vor wenigen Tagen über eine Bloggerin bei Facebook auf Sabinas Seite gelandet - und heute über ihre Seite auf deinem Blog. Grad weil ich ihre Bücher noch nicht kenne war dies Interview für mich hochinteressant, ein ganz großes Dankeschön auch euch beide!

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    1. Hallo dasSchugga,

      Das freut mich aber, dass du den Weg hierher gefunden hast und das Interview für dich interessant war :-)
      Welche Reihe würde dich denn besonders interessieren?
      Oder wären für dich alle interessant?

      Liebe Grüße,
      Areti

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