Dienstag, 3. Oktober 2017

[Rezension] Underground Railroad von Colson Whitehead



Titel: Underground Railroad | Autor: Colson Whitehead
Verlag: Carl Hanser Verlag
Preis: E-Book 17,99€ / Hardcover 24,00€ | Seitenzahl: 352


[Klappentext]
Cora ist nur eine von unzähligen Schwarzen, die auf den Baumwollplantagen Georgias schlimmer als Tiere behandelt werden. Alle träumen von der Flucht – doch wie und wohin? Da hört Cora von der Underground Railroad, einem geheimen Fluchtnetzwerk für Sklaven. Über eine Falltür gelangt sie in den Untergrund und es beginnt eine atemberaubende Reise, auf der sie Leichendieben, Kopfgeldjägern, obskuren Ärzten, aber auch heldenhaften Bahnhofswärtern begegnet. Jeder Staat, den sie durchquert, hat andere Gesetze, andere Gefahren. Wartet am Ende wirklich die Freiheit?
Colson Whiteheads Roman ist eine virtuose Abrechnung damit, was es bedeutete und immer noch bedeutet, schwarz zu sein in Amerika.

"Underground Railroad" von Colson Whitehead ist ein sehr berührendes und vor allem schockierendes Buch, das einem nicht so schnell wieder aus dem Kopf geht.

Das Buch ist in zwölf teils längere, teils kürzere Kapitel untergliedert. Diese sind mal nach der Gegend benannt, in der die Geschichte gerade spielt, mal aber auch nach Personen, auf deren Geschichte in dem jeweiligen Kapitel der Fokus gelegt wird. Ansonsten werden Coras Erlebnisse geschildert. Dies sorgt dafür, dass man vor allem mit ihr am meisten mitfühlt und mitfiebert.

Die Geschichte ist vom Anfang bis zum Ende spannend. Es war hier nichts eindeutig vorhersehbar und so einige Wendungen haben mich hier immer wieder überrascht.

Man bekommt einen guten Eindruck davon, wie es den schwarzen Sklaven damals in Amerika ergangen sein mag, wie schwer sie es hatten und mit was für Problemen sie kämpfen mussten. Es wirkt alles sehr realistisch und nicht verschönernd oder dramatisierend. Und ja, genau deswegen ist es auch wirklich hart zu lesen, was damals alles mit den Sklaven gemacht wurde.

Zu Beginn mancher Kapitel befinden sich zum Teil Steckbriefe zu entlaufenen Sklaven, auf die eine Belohnung ausgesetzt ist, und die zudem echt sind.

Ich finde es gut, dass Colson Whitehead in "Underground Railroad" dieses Thema aufgegriffen hat, damit es nicht in Vergessenheit gerät und man mal sieht, wie schlecht es den Schwarzen in Amerika ergangen ist und zum Teil wohl auch heute noch ergehen mag. 


Dies ist ein sehr berührendes und schockierendes Buch, weil es sehr realistisch geschrieben ist und einen zum Nachdenken verleitet. Wer etwas über die schwarzen Sklaven in Amerika lesen möchte und wie es ihnen damals ergangen sein mag, dem kann ich das Buch auf alle Fälle empfehlen.

Daher gibt es auf jeden Fall:

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